Donnerstag, 23. Mai 2013

Netzreporter /

Games Spielerischer Fortschritt  

Tobias Lenartz, Kooperative Berlin, über das ambivalente Verhältnis zwischen Politikern und der Jury des deutschen Computerspielpreises.

Das Bild zeigt eine Szene aus dem Computerspiel Crysis 2: Ein roboterähnlicher Mensch ballert mit einem Schnellfeuergewehr herum.
Crysis 2: Der Ego-Shooter wurde zum besten deutschen Spiel des Jahres gekürt. (ShedBOy^ | flickr | CC BY 2.0)

Auch die offiziellen Games-Preise kommen an der Realität der Spielewelt nicht mehr vorbei.

Die Verleihung des diesjährigen deutschen Computerspielpreises sorgte für einige Aufregung. Schließlich wurde mit Crysis 2 zum ersten Mal ein Ego-Shooter zum besten deutschen Spiel des Jahres gekürt. Gegen die harsche Kritik des medienpolitischen Sprechers der CDU/CSU Wolfgang Börnsen, traf die Jury aus Journalisten, Pädagogen, Branchenvertretern sowie Abgeordnete von CDU, CSU, FDP und SPD eine mutige wie überfällige Entscheidung mit Signalwirkung: Videospiele sind nicht entweder Kinderkram oder Killerspiel, sondern ein heterogenes Medium unter anderen. Ein Medium, das gerade in seiner Heterogenität genauso preis-, wie kritikwürdig ist wie Kino, TV und Literatur. Nicht weniger und auch nicht mehr.

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