Gamescom Lasst das Spielen beginnen!
Laut, blutig, mobil - unterwegs auf der weltgrößten Computerspielmesse
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- Das DRadio-Wissen-Team der Gamescom 2012 spielt "Mario Kart": Markus Dichmann, Christian Schiffer und Thomas Ruscher. (DRadio Wissen | Sina Fröhndrich)
Es kribbelt in den Zockerfingern: Die Gamescom lockt Gamer aus ganz Europa nach Köln und präsentiert ihnen auf der Messe an jeder Ecke ein neues Spiele-Higlight. DRadio Wissen spielt mit. Wir haben die Spielefans aus der Redaktion auf die Messe geschickt, damit sie herausfinden: Wie und was spielen wir übermorgen?
Das Stehen an der Schlage gehört dazu: Bis zu vier Stunden muss warten, wer eine Partie "The Last Of Us" oder den neuen Teil der "Call of Duty"-Reihe ausprobieren möchte. Und das Warten lohnt sich, auch wenn die Fans nur ein paar Minuten spielen können. Doch was die Branche auf der Gamescom zeigt, konnte meist noch nie zuvor gespielt werden. Rund 330 Welt- und Europapremieren wollen erspielt werden, das ist Messerekord.
Laut und bunt präsentiert sich die Gamesbranche - das macht sie gewohnt souverän, und das macht jedes Jahr aufs Neue Spaß. Aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass sie sich in einem Strukturwandel befindet. Junge Unternehmen für Social-Media- und Mobile-Games streben auf den Markt und mischen ihn mit alternativen Ideen auf, während viele Blockbuster-Spiele mit Entwicklungskosten in zigfacher Millionenhöhe an Ideenarmut kranken. Ein Flop an den Kassen kann ein Entwicklerstudio ins Wanken bringen.
Heute auf der Gamescom können wir ahnen, was wir übermorgen spielen werden.
Markus Dichmann probiert immersive Spiele aus.
Das Ende des klassischen Computerspiels
Christian Schiffer stellt alternative Geschäftsmodelle in der Gamesbranche vor
Wargaming in Halle 8 (Koelnmesse Bilddatenban)Tim Schaefer hat es vorgemacht: Die Gamedesign-Legende hat auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter um Geld für ein Spielprojekt gebeten - und 3,3 Millionen Dollar eingesammelt. Damit er sich von großen Publishern unabhängig gemacht. Generell stecken traditionelle Firmen in der Klemme: Social-Media- und Mobile-Games rauben Marktanteile, Free-to-Play-Modelle erobern die Zielgruppe.
Noch eine Extra-Portion Blut
Christian Schiffer über den Trend zur blutigen Inszenierung
Es darf laut, gemein und blutig sein. (Sergey Galyonkin/ Flickr/ cc by-nc/2.0/deed.de)Die Ankündigungen der Gamescom überraschen kaum: Fortsetzungen und Remakes erfolgreicher Spiele dominieren, neue Ideen sind rar, kreative Stagnation macht sich breit. Eines aber haben viele Spiele gemein: Sie sind actionreicher - und sie sind blutiger. Es wird gemordet, erschossen und erstochen, gern auch in Zeitlupe. Ideenarmut - verdeckt unter einer Lache Pixelblut.
Warten auf die nächste Generation
Thomas Ruscher über neue Entwicklungen bei den Konsolenspielen
Die neusten Trends der Branche zum Ausprobieren. (Sergey Galyonkin/ Flickr/ cc by-nc/2.0/deed.de)Die Xbox 360, die Playstation 3 und die Wii haben schon einige Jahre auf dem Buckel - Spieler und Entwickler warten auf die nächste Konsolengeneration. Sie wird wahrscheinlich ab dem Weihnachtsgeschäft 2013 zu kaufen sein. Neue Technik und neuartige Steuergeräte für kreativere und originellere Games? Den ersten Vorreiter der achten Konsolengeneration gibt es auf der Gamescom: die WiiU von Nintendo.
So Mainstream kann Indie sein
Spielejournalist Christian Schiffer über Computerspiele jenseits der großen Studios
Manchmal ist "indie" nur noch ein Label. (Koelnmesse Bilddatenbank)Mainstream ist das nicht, wenn ein blutiger Fleischklumpen als Protagonist in jedem Level dutzende Male stirbt. Das ist frustrierend, absurd und vor allem: indie. Von einem kleinen Team in nächtelanger Arbeit produziert, ist "Super Meat Boy" ein Überraschungshit geworden. Weil Indie-Spiele ein großer Markt sind, haben Publisher wie Electronic Arts eigene Indie-Studios gegründet.
Wenn Retro wieder hip wird
Armin Himmelrath spricht in der Redaktionskonferenz über die alten Klassiker
Armin Himmelrath und Markus Dichmann im Gespräch mit Cosplayern. (DRadio Wissen | Thomas Ruscher)Die Gamescom in Köln steht für die aktuellsten Spielehits, die die Branche zu bieten hat. Aber die Herzen der Gamer schlagen auch für die alten Klassiker - und das tun sie ganz besonders heftig. Helge Borgardts von der Moorhuhn-Firma Phenomedia kann das bestätigen, und Orchesterleiter Lahnor Adjei weiß: Game-Musik von einst geht heute ganz besonders gut. Vom Charme alter und neuer Computerspiele.
Der Spieletester
Im Online-Talk ist der GameStar-Gründer Jörg Langer
Jörg Langer war Chef von Gamestar und ist der Gründer von Gamersglobal.de. (DRadio Wissen | Thomas Ruscher)Er hat 30 Jahre Computer- und Videospielgeschichte miterlebt und gut zwei Jahrzehnte als Journalist begleitet - und er ist zu Gast im Onlinetalk: der GameStar-Gründer Jörg Langer. Sein aktuelles Projekt ist gamersglobal.de, eine Mischung aus Game-Magazin und Spiele-Community, bei der die Grenzen zwischen Redaktion und Leser verwischen.
Gewonnen? Verloren? Egal! DRadio Wissen spielt. (DRadio Wissen | Sina Fröhndrich)