Gehirn Intelligenz nach Maß
Das Tagesthema auf DRadio Wissen spürt der menschlichen Intelligenz nach
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- Hirne wollen Arbeit! (Reigh LeBlanc | flickr | cc by-nc 2.0)
Die Intelligenz eines Menschen hat Auswirkungen auf sein Leben. Je intelligenter er ist, desto größer ist sein Ansehen in der Gesellschaft. Und das obwohl viele meinen, ein hoher Intelligenzgrad sorge keineswegs für ein glückliches Leben.
Intelligente Menschen haben mehr Informationen über die Welt in ihrem Gehirn gespeichert als andere, sie überblicken die Zusammenhänge zwischen ihrem eigenen Leben und Vorgängen in anderen Teilen der Erde und leiten daraus Rückschlüsse ab. Das macht sie in den Augen anderer zu Grüblern oder Menschen, die nicht wirklich glücklich sein können.
Das Tagesthema auf DRadio Wissen spürt der menschlichen Intelligenz nach, sucht den Ort, an dem sie im Gehirn angesiedelt ist, stellt einige Intelligenztests vor, diskutiert den Stellenwert, den intelligente Menschen in der modernen Gesellschaft genießen und begibt sich auf tierisches Terrain: Intelligenztests sollen die Klugheit von Tieren zeigen.
Intelligenz bei Tieren
Verhaltensbiologe Immanuel Birmelin kennt sich aus mit schlauen Tieren
Schimpansen zählen zu den intelligentesten Tieren. (patriziasoliani | flickr | CC BY-NC 2.0)Rabenvögel und Schimpansen gelten als die Intelligenzbestien im Tierreich. Um herauszufinden, wie gut ein Tier Probleme lösen kann, gibt es verschiedene Versuchsanordnungen. Immanuel Birmelin von der Universität Freiburg testet selbst die Intelligenz von Hunden und Katzen und erzählt, was sich Forscher ausdenken, um Eidechsen, Raben und Affen zu prüfen.
(Der Beitrag ist eine Wiederholung vom 27.7.2011)
Lieber intelligent als dumm
Armin Nassehi über den gesellschaftlichen Wert von Intelligenz
Israel bot Albert Einstein 1952 an, Staatspräsident zu werden. (AP)In der Gesellschaft werden intelligente Menschen hoch geschätzt, ihnen traut man Problemlösungen zu, ihre Meinung ist gefragt. Wir fragen den Soziologen Armin Nassehi, warum das so ist und wie Gesellschaften kluge Köpfe belohnen. Und ob intelligente Menschen tatsächlich unglücklicher sind als weniger intelligente.
Was gehört nicht in diese Reihe?
Intelligenzforscher Detlef Rost erklärt Möglichkeiten und Grenzen der IQ-Tests
Nicht immer sind die Tests so einfach (mandykoh | flickr | cc by-sa 2.0)Man kann Intelligenz nicht einfach messen wie die Körpergröße. Deshalb zählen Intelligenztests zu den größten Errungenschaften der Psychologie, sagt Detlef Rost. Sie sagen zuverlässig voraus, ob jemand eine besondere Begabung hat oder nicht. Was vielen als unterhaltsamer Zeitvertreib gilt, kann zum Beispiel Eltern helfen zu entscheiden, auf welche Schule ihr Kind gehen soll.
Dope macht dümmer
Unsere Statistikerin Katharina Schüller stellt Berechnungen über Joints und IQs an
Schlechte Idee: Kiffen macht dumm (Fora do Eixo | flickr | cc by-sa 2.0)Ein Vorurteil sagt, Kiffen mache gleichgültig. Ein anderes Ergebnis ist für Cannabis-Konsumenten allerdings viel bedeutender. Eine Langzeitstudie kommt zu dem Schluss, dass sich der IQ von Menschen, die Haschisch konsumieren, verringert. Und dass der Effekt zunimmt, je früher jemand anfängt mit dem Dope.
Wo die Klugheit sitzt
Wissenschaftsjournalist Volkart Wildermuth erläutert, wie man Intelligenz im Gehirn verorten kann
Verschiedene Regionen des Hirns bearbeiten verschiedene Aufgaben (Science/MGH-UCLA Human Connectome Project])Unser Gehirn ist der Motor unserer Intelligenz. Aber es gibt nicht den einen Ort, in dem die Klugheit eines Menschen sitzt. Auch die Größe des Gehirns gibt keine Auskunft darüber, ob jemand besonders schlau ist. Man muss unterscheiden: räumliches Vorstellungsvermögen ist etwas anderes als die Fähigkeit zu planen oder Probleme zu lösen. Dabei gilt: Je besser die verschiedenen Fähigkeiten zusammenspielen, desto intelligenter der Mensch.
100 Jahre Intelligenzquotient
Jochen Paulus über eine umstrittene Erfindung
Gutes Ergebnis! (monimi2004/flickr-cc-by-nc-sa 2.0)Die Intelligenz eines Menschen kann man messen. Das gilt als eine der größten Errungenschaften der Psychologie und als eine der umstrittensten. Intelligenztests gab es schon lange, aber die Ergebnisse waren schlecht vergleichbar. Das macht die erst Erfindung des Intelligenzquotienten möglich, den der deutsche Psychologe Wilhelm Stern 1912 entwickelt hat.