GEMA Tanzen wird teurer
Von Christian Schiffer
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- Ein DJ legt in einem Tanzclub auf. (flickr.com | deep_schismic CC BY-NC-SA 2.0)
Die GEMA will 2013 ein neues Abgabensystem einführen – Clubgänger und Party-Besucher werden dafür eine höhere Zeche zahlen müssen, sagen die Veranstalter.
Wer eine Disco betreibt oder Live-Musik in der Kneipe veranstaltet, zahlt Gebühren an die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte – kurz GEMA. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, aber die Preise ändern sich. Und das werden die Besucher zu spüren bekommen, denn am Ende werden sie mehr Eintritt und teurere Getränke zahlen müssen.
Weniger Tarife
Bislang sei die Tarifstruktur sehr unübersichtlich gewesen. Deswegen habe die GEMA vor Kurzem ein neues System vorgestellt. Ab 2013 solle alles einfacher und übersichtlicher werden – statt bisher elf gelten dann nur noch zwei Tarifarten.
Ungerechte Erhöhung
Die Musikveranstalter haben diese Pläne in Alarmstimmung versetzt. Die Bundesvereinigung der Musikveranstalter sieht "existenzbedrohende Erhöhungen" auf sich zukommen. Sie rechnen vor: Eine Veranstaltung ohne Eintritt in einem 200 Quadratmeter großen Raum kostet den Veranstalter 25 Prozent mehr an GEMA-Abgaben als bisher. In anderen Beispielrechnungen soll sich die Gebühr um mehrere hundert Prozent erhöhen.
Gerade für kleine Großstadt-Clubs, die erst ab 23 Uhr oder später öffnen, Künstler und DJs durch das Booking fördern, könnte das neue Abgabesystem das existenzielle Aus bedeuten.