Generationendialog Die Zukunft des Alters, Teil 1
Eine Podiumsdiskussion in der Dresdner Frauenkirche.
Vorruhestand, vorzeitige Entlassungen, keine Chancen auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben: Viele ältere Menschen haben das Gefühl, dass sie insbesondere in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft an sich überflüssig sind.
Vor noch nicht einmal zehn Jahren, da machte in der deutschen Gesellschaft die Redewendung "Mit Fünfzig zum alten Eisen“ die Runde. In Zukunft – und teilweise schon heute – ist das genaue Gegenteil der Fall. Noch nie waren die Chancen der über Fünfzigjährigen so groß wie jetzt.
Forscher: Älter werden künftig händeringend gebraucht
Jeder Zweite, der im Jahr 2012 geboren wird, dürfte hundert Jahre alt werden. Und nicht nur das. Bis ins höhere Alter hinein steigt die Wahrscheinlichkeit, gesund und einsatzfähig zu bleiben. Forscher gehen davon aus, dass die Älteren künftig händeringend gebraucht werden, um ihr Wissen an die Jüngeren weiterzugeben. Deutschlandradio, die Dresdner Neuesten Nachrichten und die Körber-Stiftung aus Hamburg haben am 18. Juni 2012 eine Serie gestartet, die sich mit dem Themenbereich "Generationendialog“ befasst.
Die Schriftsteller Tanja Dückers (m) u. Christoph Hein (r) mit Ralf Müller-Schmid von DRadio Wissen. (DRadio Wissen)
Die Autoren Dückers und Hein debattieren über die Zukunft des Alterns
Der Programmleiter von DRadio Wissen, Ralf Müller-Schmid hat in einem ganz speziellen Ambiente, nämlich unter der berühmten Kuppel der Dresdner Frauenkirche, die Reihe eröffnet. Als Gesprächspartner standen ihm zwei Schriftsteller zur Verfügung, die – wie das unter zeitgenössischen Autoren üblich ist – die gesellschaftlichen Entwicklungen kritisch beobachten. So tauschten Tanja Dückers und Christoph Hein ihre Erfahrungen aus, die sie mit der jüngeren und älteren Generation gemacht haben und darüber, wie sie deren gemeinsame Zukunft sehen.
Dieser Hörsaal wurde ursprünglich am 25.06.2012 gesendet.