Mittwoch, 22. Mai 2013

Hörsaal /

Generationendialog Die Zukunft des Alters, Teil 2  

Eine Podiumsdiskussion sowie ein Vortrag der Antidiskriminierungsbeauftragten Christine Lüders

Ein alter Mann und eine Frau mit Kopftuch sitzen nebeneinander, hinter Ihnen angedeutet die deutsche Flagge und eine Demografiekurve.
Wie alt wir uns fühlen und wie alt wir wirklich sind, unterscheidet sich oft stark. (Chrissie Salz)

Unter der Kuppel der Dresdner Frauenkirche unterhalten sich die Schriftsteller Tanja Dückers und Christoph Hein. Die Gesprächsleitung hat Ralf Müller-Schmid von DRadio Wissen.

Aufgezeichnet haben wir die Kooperationsveranstaltung mit der Körber-Stiftung und den Dresdner Neuesten Nachrichten am 18. Juni 2012. Mit dem Themenbereich "Alter" befasst sich ebenfalls die Volkswagenstiftung. Bereits im Jahr 2002 gab es einen Förderwettbewerb dazu. Mit fast einer halben Million Euro ist das inzwischen beendete Projekt unterstützt worden.

Zonen des Übergangs werden erforscht

An der Universität Jena haben Soziologen, Psychologen, Erziehungs-wissenschaftler und psychosoziale Mediziner die sogenannten "Zonen des Übergangs“ erforscht. Dabei wird das Leben in drei Phasen unterteilt: in die Kindheit und Jugend, das Erwachsenen-Alter und eben das Alter. Da wiederum gibt es die Unterscheidung zwischen dem sogenannten "jungen Alter“ und dem späteren, das häufig mit der Pflegebedürftigkeit gleich gesetzt wird.

Die Schriftsteller Tanja Dückers (m) u. Christoph Hein (r) mit Ralf Müller-Schmid von DRadio Wissen in der Dresdner Frauenkirche. Die Schriftsteller Tanja Dückers (m) u. Christoph Hein (r) mit Ralf Müller-Schmid von DRadio Wissen. (DRadio Wissen)

Alt erscheinen einem oft nur die Anderen

Vor dem Übergang in diese letzte Phase des Lebens herrsche bei den Allermeisten eine diffuse Angst, sagt Professor Stephan Lessenich von der Universität in Jena. Dieser Übergang werde daher so lange wie möglich hinausgeschoben und auch verdrängt. Wirklich alt erscheine man sich dann nicht selbst, sondern jeweils die Anderen. Vom 1. bis 3. Dezember 2011 haben die Fachleute diese und ähnliche Aspekte miteinander diskutiert.

"Generationdialog" wird  fortgeführt

Als Eröffnungsrednerin war die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders geladen. Lüders hat diese Aufgabe im Februar 2010 übernommen. Sie besteht darin, Menschen, die sich diskriminiert fühlen, zu beraten und zu unterstützen. Das Amt wurde 2006 zu einem Zeitpunkt eingerichtet, als das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in Kraft trat. Somit geht der "Generationendialog“ in der DRadio-Wissen-Reihe "Hörsaal" mit diesem Zusammenschnitt der Diskussion um die "Zukunft des Alters" in die zweite Runde.

Christine Lüders ist Expertin für Integration, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation. Von Hause aus ist sie Pädagogin, war aber auch lange Jahre als Vorstandsreferentin bei der Lufthansa und im nordrhein-westfälischen Familienministerium aktiv.  

Dieser Hörsaal wurde ursprünglich am 25.06.2012 gesendet.



Mehr bei DRadio Wissen:

Die Zukunft des Alters, Teil 1
Eine Podiumsdiskussion mit den Autoren Tanja Dückers und Christoph Hein, sowie ein Vortrag der Antidiskriminierungsbeauftragten, Christine Lüders.
(Hörsaal vom 26.06.2012)

"Wie organisieren wir das Schrumpfen?" Teil 1
Expertenstatements zum demografischen Wandel
(Hörsaal 04.10.2011)

"Wie organisieren wir das Schrumpfen?" Teil 2
Expertenstatements zum demografischen Wandel
(Hörsaal 04.10.2011)

Das Methusalem-Gen
Tagesthema rund ums Altern
(Agenda 08.09.2011)

Langsamer altern
Altern als biologisches und medizinisches Problem
(Hörsaal 30.08.2011)

Arbeiten bis ins hohe Alter
Die Rente mit 69?
(Agenda 23.05.2011)


Mehr zum Thema:

 "Ältere Generation hat viele Fehler gemacht"
(Artikel auf stern.de. 19.06.2012)

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