Genuss Einen Kaffee, bitte!
Julia Rosch erklärt wie man Kaffee richtig kocht
Filterkaffee, Espresso, Kaffee aus der Stempelkanne oder Latte Macchiato mit verschiedenen Geschmacksrichtungen: Der Kaffeegenuss hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Doch kaum jemand weiß, wie man Kaffee richtig zubereitet.
Die Wassertemperatur, der Mahlgrad des Kaffees und die Ziehzeit – bei Espressomaschinen die Durchlaufzeit – sind entscheidend für den guten Kaffeegeschmack. Zuerst gilt: Kaffee wird nie mit kochend heißem Wasser aufgebrüht. Das löst vor allem die bitteren und sauren Aromen aus dem Kaffeemehl – so nennen Experten das Kaffeepulver – und macht den Kaffee weniger bekömmlich. Darum das Wasser nach dem Kochen einfach eine Minute abkühlen lassen.
Ziehzeit und Mahlgrad
Kaffee macht müde Menschen angeblich munter – Espresso dann wohl umso mehr. (tonx | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)
Der zweite wichtige Faktor beim Kaffeekochen ist der Mahlgrad des Kaffees. Dafür gilt eine einfache Faustregel: Je länger der Kaffee zieht, umso gröber kann das Kaffeemehl sein. Für Espresso verwendet man sehr fein gemahlene Kaffeebohnen, die außerdem lange und dunkel geröstet wurden. Die ideale Durchlaufzeit für einen Espresso beträgt laut italienischem Espressoinstitut genau 25 Sekunden.
Filterkaffee kurz angießen
Kaffee, der im Filter oder in der Stempelkanne zubereitet wird, sollte kurz angegossen werden und dann 30 Sekunden "ausblumen“ – in dieser Zeit werden Inhaltsstoffe und Aromen freigesetzt, die nicht im fertigen Kaffeeaufguss landen sollen. Dann kann man den Kaffee aufgießen und vier Minuten ziehen lassen.