Geschichte Wieviel Preußen steckt in uns?
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- Der Australier Christopher Clark ist Experte, wenn es um die Geschichte der Preußen geht. (Werner Kunz/flickr/cc2.0-by-nc-sa)
Der Australier Christopher Clark hat eine eigene Sicht auf das preußische Reich.
Die Geschichte Preußens ist längst erzählt, der Staat ist tot und fristet nur noch ein Schattendasein im Mythischen. Trotzdem findet das preußische Reich bis heute seine Verehrer, ebenso wie Verachter. Denn während die einen die preußischen Tugenden loben, verdammen die anderen den preußischen Militarismus.
Eine neue Sicht auf die Geschichte
Der Australier Christopher Clark ist keiner dieser Lager zuzuordnen. Er lehrt als Professor Neuere Europäische Geschichte an der Universität von Cambridge und hat sich intensiv mit den Preußen beschäftigt. Sein Buch "Preußen - Aufstieg und Niedergang" wird am Freitag (05.11.2010) mit dem "Preis des Historischen Kollegs" ausgezeichnet. Es wird nicht nur für eine ganz eigene Sichtweise auf die Geschichte gelobt worden, sondern auch für besondere sprachliche Raffinesse.
Ein preußisches Telegraphen-Bataillon (drakegoodman/flickr/cc2.0-by-nc-sa)
Wir sprechen mit Christopher Clark aber nicht nur über seine Faszination für das preußische Reich. DRadio Wissen möchte vor allem erfahren, welchen Einfluss Preußen bis heute hat, ob sich die berühmten "preußischen Tugenden" auch heute noch in Deutschland wiederfinden und ob seine Sicht der Dinge die Geschichtsschreibung über das preußische Reich verändern wird.
Mehr zum Thema bei DRadio Wissen:
Die Wurzeln Europas: Neuordnung nach Napoleon (Kultur vom 18.08.2010)
Weitere Informationen:
Preußen - Chronik eines deutschen Staates (Themen-Special des rbb)
Das doppelte Preußen (Zeit Online vom 21.02.2007)