Samstag, 25. Mai 2013

Netzreporter /

Geschichtssoftware Mit dem Routenplaner durchs Alte Rom  

Tobias Lenartz, Kooperative Berlin über Digital Humanities

Das Bild zeigt eines Straßenszene in Rom: Ein modern gekleideter Römer sitzt auf einem Motorroller und unterhält sich mit drei in historische Kostüme gekleideten Männern.
Wo geht's hier nach Rom? (Laura|flickr|CC BY-NC-SA 2.0)

Unsere Navis wissen alles: beste Benzinpreise und schönste Sightseeing-Touren. Jetzt kommen auch noch historische Strecken dazu.

Digital Humanities nennt sich eine recht junge Disziplin, die altehrwürdige Geisteswissenschaften mit modernen Technologien kombiniert. Die interdisziplinäre Symbiose von Linguistik, Literatur- und Geschichtswissenschaften mit Informatik hat sich an den Universitäten bereits als Lehrfach etabliert. In der öffentlichen Wahrnehmung blieb sie bislang eher unterrepräsentiert.

Google Maps der Antike

Ein schönes Beispiel für das Potential der Kreuzung von IT und Geisteswissenschaft liefert jetzt die Stanfort University. Historikprofessor Walter Scheidel und Digital-Humanities-Spezialist Elijah Meek haben zusammen mit Geographen und Web-Designern einen Routenplaner fürs römische Imperium entwickelt. Die interaktive Karte Orbis soll die Reiserouten, Transportkosten und logistischen Herausforderungen des Imperiums zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung im Jahr 200 vor Christus anschaulich machen. Im Netz stößt das Google Maps der Antike bereits auf reges Interesse.

 

 

 

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