Gesellschaft Moral und Unmoral
Die Kanzlerin entlässt Minister, Politiker - und nicht nur sie - erschwindeln sich Doktortitel, Fußballer verweigern Handschläge, Fans entfernen Elfmeterpunkte vor dem Abpfiff – unser Verhalten scheint in vielen Bereichen anrüchig. Höchste Zeit für eine moralische Unterredung mit dem Psychologen Dr. Dr. Rainer Erlinger. Wie viel Moral brauchen wir für unser Leben im 21. Jahrhundert?
Rainer Erlinger versucht schon seit zehn Jahren als Gewissens-Kolumnist in dem Magazin der Süddeutschen Zeitung unser Gewissen zu be(un)ruhigen und kommt zu dem Schluss: "Moral ist etwas, was uns jeden Tag betrifft. Sei es weil wir uns an ihr halten, oder eben nicht.“
Da tauchen Fragen auf wie: "Darf ich ehrenamtlich arbeiten nur um mich besser zu fühlen? Darf ich einem Obdachlosen vorschreiben, für was er mein Geld ausgibt? Darf man einem Kollegen auf Mundgeruch hinweisen?"
Auch das Tagesthema "Die Sitzordnung als Abbild des sozialen Gefüges" ist ein Paradebeispiel für die Anstandsfrage. Darf ich mich in einer Konferenz neben meinen Chef setzen, oder mit ihm bei Facebook befreundet sein?
Kollegen der Redaktion fragen sich, ob es okay ist, sich über eine Bayern-Niederlage mehr zu freuen als über den Sieg der eigenen Mannschaft.
Wir versuchen eine moralisch vertretbare Antwort auf all diese Fragen zu finden.
Gast:
Dr. Dr. Rainer Erlinger
Redaktion:
Thilo Jahn (Moderation), Rachel Gessat (Online), Kathrin Baumhöfer (Nachrichten), Uwe Breunig (Technik)
Rätsel:
Die Lösung unseres heutigen Rätsels:
Text: Upside Down – Diana Ross / Musik: Nightshift – The Commodores
Musik:
Velvet Underground: Sunday Morning
Charles Trenét: La Mer
Peter Licht: Alles, was du siehst, gehört mir
Fiva & Das Phantom Orchester: Die Stadt gehört wieder mir
Peter Licht: Begrabt mein iPhone
Mitmachen:
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