Sonntag, 19. Mai 2013

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Google Bettina Wulff kämpft um ihren Ruf  

Michael Gessat über Bettina Wulffs Teilerfolg gegen Google

Bettina Wulff steigt in ein Flugzeug.
Bettina Wulff kämpft gegen falsche Gerüchte. (picture-alliance | dpa | Britta Pedersen)

Google hat acht Suchergebnisse gelöscht, die auf eine angebliche Vergangenheit Bettina Wulffs im Rotlichtmilieu hinweisen.

Bild Online berichtet über Bettina Wulffs Kampf gegen Google-Gerüchte. Unter den gelöschten Suchergebnissen seien drei Artikel von kreuz.net. Ursprünglich wollten die Anwälte Wulffs rund 3000 Einträge aus dem Google-Index löschen lassen, wird Google-Sprecher Kay Oberbeck bei anderen Medien wie Zeit und Spiegel Online zitiert. Wulffs Anwälte dementierten diese Angaben, laut Süddeutsche.de.

"Die Kanzlei habe dem Suchmaschinenkonzern Google im Frühjahr eine Liste mit lediglich 51 Einträgen übermittelt, auf denen falsche Tatsachen über Wulff behauptet worden seien. Diesem Schreiben sei irrtümlich eine wesentliche längere Liste mit mehreren tausend Einträgen beigefügt gewesen, die jedoch umgehend zurückgezogen worden sei. Auch habe die Kanzlei nie darum gebeten, den Link auf Bettina Wulffs Wikipedia-Eintrag zu löschen."

Google als erste Instanz

Die Taz schreibt, dass unter den 51 Suchergebnissen, die die Anwälte Wulffs bei Google zur Löschung eingereicht haben, auch Artikel von der Webseite des Freitag und vom Blog odem.org seien. Bei den Artikeln ginge es keineswegs um die verunglimpfenden Gerüchte zu einer Rotlichtvergangenheit Bettina Wulffs, sondern um ihre Löschanfrage bei Google.

In diesem Anliegen wäre es sinnvoller direkt gegen den Autor eines solchen Artikels und nicht gegen den Google-Sucheintrag vorzugehen. Das geht aber nur bei "falscher Tatsachenbehauptung" - das ist bei dem Blogeintrag auf odem.org aber kaum möglich, schreibt Thomas Stadler bei Internet-Law.

Bettina Wulff hat noch eine Rechnung mit Google offen

In Sachen "Autovervollständigen" bei der Googlesuche hat Bettina Wulff noch eine weitere Rechnung mit dem Konzern offen: Die funktioniert nämlich weiterhin: Gibt man in der Suche nur das Wort "Bettina" ein, bietet Google als erste Suchkombination "Bettina Wulff Prostituierte" an.

Juristisch unklar

Die Sachlage dazu ist juristisch unklar. Die Seite SEO United hat gerade eine Umfrage an ihre User gestellt, wo sie die Verantwortung sehen. Vielleicht kann sich Bettina Wulff gewisse Hoffnungen machen, denn in Australien gab es gerade einen Präzedenzfall, bei dem Google einen entsprechenden Prozess verloren hat.



Mehr zum Thema bei DRadio Wissen:

Bettina Wulff - Kampf gegen Google und Gerüchte
Bettina Wulff geht in die publizistische und zunächst juristische Offensive - die Sache bietet auch presserechtlich so manche Fallstricke.
(Agenda vom 10.09.2012)

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