Mittwoch, 19. Juni 2013

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Google Sprachenrettung als Geschäftsmodell  

Nico Rau bezweifelt die hehren Absichten des Suchmaschinenbetreibers.

Über der "Google IO Developers Conference" in San Francisco prangt das Logo des Unternehmens.
Kann ein Suchmaschine seltene Sprachen vor dem Untergang retten? (AP)

Google startet ein digitales Projekt, mit dem Sprachen archiviert werden sollen, die vom Aussterben bedroht sind. Um das Ziel zu erreichen, setzt Google alles ein, was der Konzern zu bieten hat: Youtube, Google Plus und Google Groups. Betreiber des Projektes sind google.org, die von sich selbst behaupten "Tech-Driven Philanthropy" zu betreiben und das Google Cultural Institute, das Kultur online bewerben will.

Google versucht mit dem Endangered Languages Project möglichst viele Organisationen und Einzelpersonen anzusprechen, um so eine möglichst große Sprachdatenbank zu erschaffen. Die Verantwortung will Google aber bald abgeben an das First Peoples' Cultural Council und die Universität Ostmichigan. Unser Reporter wirft einen kritischen Blick auf das Projekt zumal es in den Niederlanden schon ein Institution gibt, die sich ebenfalls mit der Rettung untergegangener Sprachen beschäftigt.



Mehr bei DRadio Wissen:

Ein Sprachen-Biotop namens Manhattan
New Yorker Sprachforscher suchen vor der Haustür nach aussterbenden Sprachen.
(Kultur vom 28.01.2011)

Sprechen ist ein Kinderspiel
Psychologen an der Universität Göttingen untersuchen, warum Kinder so schnell die Sprache erlernen.
(Natur vom 13.12.2010)

Linguistik - Evolution der Sprache
Wie hat der Mensch zur Sprache gefunden?
(Kultur vom 03.02.2011)

Sprache aus der Erbmasse
Warum können Menschen sprechen und Schimpansen nicht?
(Natur vom 16.06.2010)

Weitere Informationen:

Endangered Languages Project zum Schutz aussterbender Sprachen
(googlewatchblog.de)

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