Google Sprachenrettung als Geschäftsmodell
Nico Rau bezweifelt die hehren Absichten des Suchmaschinenbetreibers.
Google startet ein digitales Projekt, mit dem Sprachen archiviert werden sollen, die vom Aussterben bedroht sind. Um das Ziel zu erreichen, setzt Google alles ein, was der Konzern zu bieten hat: Youtube, Google Plus und Google Groups. Betreiber des Projektes sind google.org, die von sich selbst behaupten "Tech-Driven Philanthropy" zu betreiben und das Google Cultural Institute, das Kultur online bewerben will.
Google versucht mit dem Endangered Languages Project möglichst viele Organisationen und Einzelpersonen anzusprechen, um so eine möglichst große Sprachdatenbank zu erschaffen. Die Verantwortung will Google aber bald abgeben an das First Peoples' Cultural Council und die Universität Ostmichigan. Unser Reporter wirft einen kritischen Blick auf das Projekt zumal es in den Niederlanden schon ein Institution gibt, die sich ebenfalls mit der Rettung untergegangener Sprachen beschäftigt.