Griechenland Studiert, weltoffen und perspektivlos
Tim Hannes Schauen hat junge Griechen über ihr Leben befragt und sich ihre Perspektivlosigkeit schildern lassen
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- Auch junge, gut ausgebildete Griechen haben schlechte Chancen auf dem aktuellen Arbeitsmarkt. (dpa | Andreas Neumeier)
Die Arbeitslosigkeit in Griechenland liegt knapp über 25 Prozent, und vor allem von den 15- bis 24-Jährigen sind mehr als die Hälfte arbeitslos: 55 Prozent. Ihre Hoffnung heißt Tourismus.
Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel nach fünf Jahren zum ersten Mal die griechische Hauptstadt Athen besucht, werden 7000 Polizisten sie beschützen. Für viele Griechen ist Merkel verantwortlich für den harten Sparkurs, den sie einhalten müssen. Und obwohl die Kanzlerin "Griechenland unbedingt im Euro halten" und "Solidarität zeigen" möchte, beschwören Unionspolitiker sie zugleich: "Härte zu zeigen!"
Schlechte Chancen für die Zukunft
Natalia, 24, ist Psychologiestudentin. Elisabeth, 27, hat einen Master in Wirtschaft und Tourismus. Nikos Gavrilos, 22, studiert Wirtschaft. Dieses Trio hat wie ihre ganze Generation düstere Zukunftsaussichten und nur wenige Chancen, in den Jobs zu arbeiten, für die sie ausgebildet sind oder sich gerade ausbilden lassen. "Die letzten Regierungen haben den Karren an die Wand gefahren", stellt Niko fest. "Wir Jüngeren wollen eine Zukunft haben."
Plan B: Irgendwas mit Tourismus
Doch alle drei haben einen Plan B: Ihre Eltern betreiben jeweils Campingplätze auf der Halbinsel Peloponnes, westlich von Athen, sodass sie zumindest arbeiten können. Denn das Mittelmeer, Strand, Sonne und allgemein gute Wetteraussichten wird es in Griechenland weiterhin geben. Das wird ausländische Touristen wie Griechen auch künftig an die Küste locken.