Mittwoch, 19. Juni 2013

Globus /

Groẞbritannien Betreten verboten  

Martin Herzog über öffentliche Plätze in privater Hand

Betreten verboten!
Wie viel privaten Raum verträgt eine Stadt? (lisa ferla/ flickr/ cc by-nc/ 2.0/ deed.de)

Viele öffentliche Plätze und Orte in Großbritannien gehören mittlerweile privaten Eigentümern. Daran entzündet sich eine heftige politische Debatte.

Sie heißen Canary Wharf, Bishops Square, Paddington Basin oder Granary Square – ganze Stadtviertel, komplett mit Büro- und Wohnhäusern, Geschäften, Restaurants, mit viel Geld elegant saniert und privat finanziert.

Klamme Kommunen

Seit der Jahrtausendwende schießen überall in London solch private Großprojekte aus dem Boden. Die Londoner Kommunen sind klamm und die Investoren versprechen die Aufwertung von heruntergekommenen Stadtteilen.

Öffentlich vs. privat

Die Wiedergeburt vieler Plätze und Parks, ja ganzer Quartiere, wäre ohne die Investitionen der privaten Eigentümer oft nicht möglich gewesen. Doch jetzt wird immer lauter Kritik an dieser Entwicklung geäußert. Man befürchtet eine Abschottung der privaten Flächen vom Rest der Stadt.



Mehr bei DRadio Wissen:

Ruinenstadt Detroit: Starthilfe
Wer durch Detroit fährt, bekommt einiges zu sehen: leere Fabrikhallen, verfallene Wohnhäuser und verlassene Stadtviertel.
(Agenda vom 14.06.2012)

Mehr zum Thema:

Public spaces in Britain's cities fall into private hands
(guardian.co.uk vom 11.06.2012)

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Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Leider wahr

    Vor wenigen Wochen war ich mit einer Malgruppe (Aquarellisten) in London und mußte leider auch die Erfahrung machen, dass wir regelmäßig von scheinbar öffentlichen Plätzen "verjagt" wurden. An vielen Plätzen war überhaupt nicht ersichtlich, dass es sich um privates Gelände handelt. Einige Sicherheitskräfte erklärten uns allen ernstes, dass damit das Ausspähen von Sicherheitseinrichtung verhindert werden soll. Deshalb dürfe man auch nicht mit einem Stativ fotografieren. Gleichzeitig liefen aber tausende Touristen mit Kameras, Camcorder etc. herum und fotografierten alles, was man sich nur denken kann. Leider entwickelt sich London immer mehr in einen "privaten" Raum, den man nur mit Genehmigung betreten darf. Neben diesen negativen Erfahrungen, haben wir aber auch nette Sicherheitskräfte erlebt, die uns unbürokratisch eine "Genehmigung" ausstellten. Also - beim Besuch von London unbedingt das Stativ zum Fotoapparat zu Hause lassen. Goedech

    Goedech 24.07.2012 13:19 Uhr

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