Großbritannien Promis sagen gegen Boulevardpresse aus
Ein Gespräch mit der Medienjournalisten Mercedes Bunz
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- Die Schauspielerin Sienna Miller auf dem Weg zu ihrer Aussage vor der Leveson-Kommission. (Andy Rain / picture alliance / dpa)
Nach dem Abhörskandal bei der Zeitung von Rupert Murdoch "News of the World" untersucht eine Kommission die Rolle der Presse.
Who guards the guardians? Diese Frage stellt sich gerade die Leveson-Untersuchungskommission. Sie will herausfinden, mit welchen Mitteln britische Boulevardmedien vorgegangen sind, um private Informationen über Prominente zu ergattern.
News of the World und der Abhörskandal
Hintergrund ist der Skandal um das Murdoch-Blatt "News of the World". Mit einer Auflage von 2,5 Millionen Exemplaren und rund 300 Arbeitsplätzen war es eine der größten Zeitungen des Landes. Mittlerweile wurde die Zeitung geschlossen. Ihre Reporter haben Telefone gehackt, sich als Verehrer bestimmter Stars verkleidet - nur um Informationen aus deren Privatleben zu erhaschen.
Sienna Miller, Hugh Grant und Co sagen aus
Richter und Öffentlichkeit schließen daraus: Das Selbstregulierungsgremium, das in England die Presse in Schach halten soll, hat versagt. Die Arbeit der Leveson-Untersuchungskommission zeige erste Erfolge, sagt Mercedes Bunz: Allein dass über die Praktiken der britischen Presse gesprochen werde, führe dazu, dass die Ethik dorthin zurückkehre.
Einen Beitrag dazu leisten auch Prominente wie Hugh Grant, Sienna Miller und Joanne K. Rowling, die vor Gericht über ihre Erfahrungen mit der Boulevardpresse berichten.