Hacktivism Assange auf der Bühne
Regisseurin Angela Richter erzählt, wie Supernerds die Welt verändern
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- Angela Richter (li) hat ein Theaterstück über Julian Assange (re) auf die Bühne gebracht. (Angela Richter)
Theaterregisseurin Angela Richter hat Julian Assange mehrmals in seinem Londoner Botschaftversteck getroffen und bringt die Gespräche auf die Bühne.
Richter hatte zunächst im Sommer ein Abendessen mit Assange und dem Philosophen Slavoj Zizek auf e-bay ersteigert. Anschließend hat sie Assange mehrmals zu ausführlichen Gesprächen in dessen Versteck in der ecuadorianischen Botschaft in London getroffen. Richters Besuche dienten ihr als Recherche für ihr Hamburger Theaterprojekt "Assassinate Assange" über die Veränderungsgewalt von Hacktivisten, das vergangene Woche Premiere hatte und im Oktober in Wien läuft.
Im Gespräch mit DRadio Wissen berichtet die Regisseurin über die manchmal stundenlangen Gespräche mit dem umstrittenen Wikileaks-Gründer. Hat sich seine Mission - seitdem ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen wird - verändert? Taugt Assange zum tragischen Helden, der mit seiner Mission gescheitert ist? Wie bewertet Richter, die auch die Prozessakten zum Vergewaltigungsvorwurf studiert hat, die Anklage?