Hausgemacht Selbst ist die Wurst
Gefüllter Darm, handgespült in der eigenen Küche: Clemens Hoffmann über die Berliner Wurst-Guerilla.
-
- Von wegen blutig - manche Wurst gibt es auch in schwarz-weiß. (Herr_Bert | flickr | CC BY-NC-SA 2.0)
Fisch entgräten, Brot backen oder Marmelade einkochen - all das macht man vielleicht sogar gern in der eigenen Küche. Es gibt jedoch heimische Nahrungszubereitungen, die lassen einen stutzen - zumindest wenn dafür meterlange Tierdärme gespült werden müssen oder auch mal Tüten voller Blut nach Hause zu tragen sind. Und das alles nur, um am Ende eine schnöde Wurst in der Hand zu halten.
Für eine wachsende Zahl von Individualisten ist die selbstgemachte Wurst alles andere als schnöde, sondern eine Kunst- oder Protestform gegen die Supermarktwurst. Diese Menschen wursten also in der heimischen Küche – für den Grill und fürs Butterbrot.
Selfmade-Wurst im Darm
Aber wie spült man so einen Darm in der eigenen Küche aus? Und wie schmeckt das Resultat? Clemens Hoffmann hat einen Aktivisten der Wurst-Guerilla in Berlin aufgespürt und hat dabei herausgefunden, dass die Sache mit dem Spülen gar nicht so ein großer Aufwand ist. Und der Geschmack? Ganz gut.
...und so sieht die Hausmacherwurst am Ende aus. (Johannes Lietz | flickr | CC BY-NC-SA 2.0)