Haustiere Pimp my dog
Hanna Ender über Schönheitsoperationen bei Haustieren
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- Tierischer Patient - Möpse werden häufig plastischen Operationen unterzogen (dpa | Victoria Bonn-Meuser)
Wenn Frauchen sich die Nase machen lässt, muss auch Fiffi unters Messer. Tierschützer sind schockiert. Denn Schönheits-OPs bei Haustieren sind ein Trend, der gerade aus den USA nach Europa schwappt. Allerdings müssen die Eingriffe in Deutschland medizinisch gerechtfertigt sein.
Die Spanne reicht von eher plastischen OPs wie der Verbesserung der Atmung bei Rassen wie Mops oder Bulldogge bis zu wirklich tierquälerischen Eingriffen. So wollen manche Besitzer kläffender Yorkshireterrier den Tieren die Stimmbänder wegoperieren lassen, statt sie zu erziehen.
Weimaraner Eli mit Hodenimplantat. (Hanna Ender)Umstritten sind auch OPs bei denen kastrierte Rüden Hodenprothesen bekommen. Das wird - wen wundert es - vor allem von männlichen Hundefreunden nachgefragt.
Protest von Tierschützern
Viele der chirurgischen Eingriffe zeugen von der Eitelkeit der Tierbesitzer, findet Ryan Huling, der Sprecher der Tierschutzvereinigung PETA in Los Angeles. Schließlich lassen manche US-Tierbesitzer die Krallen ihrer Katzen entfernen - um die Polstermöbel im Wohnzimmer zu schützen. In Deutschland verbietet das Tierschutzgesetz Operationen, die die nicht medizinisch gerechtfertigt sind.