Hiobs Botschaften I Von Leid und Ungerechtigkeit
Eine internationale Tagung des Einstein Forums
Die Moralphilosophin Susan Neiman mit einem Vortrag zum Buch Hiob.
„Es geht ungerecht zu auf dieser Welt. Ein Schurke darf sich jede Anständigkeit herausnehmen, ein anständiger Mensch aber nicht die kleinste Schurkerei.“ Das hat der Schriftsteller Mark Twain gesagt. Und darum geht es in dieser und den folgenden Hörsaal-Sendungen: um Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit in dieser Welt.
Wie kein anderes Buch spiegele das Buch Hiob die Erfahrungen eines Menschen mit diesem Sujet wieder, meint Susan Neiman, Direktorin des Einstein Forums Potsdam. Die Fragen, die das Buch Hiob aufwirft, sind heute immer noch aktuell.
Erste Quelle philosophischer Fragen
Zum Buch Hiob hat das Einstein Forum vom 7. bis 9. Juni 2012 eine internationale Tagung in englischer Sprache abgehalten. Für Susan Neiman, unsere Auftakt-Rednerin, ist Hiob die erste Quelle überhaupt, die sich mit philosophischen Fragen beschäftigt, schon lange vor Plato. "Reason in the World: A Reading of Job“ lautet der Titel ihres Vortrags.
Susan Neiman ist eine jüdisch-amerikanische Philosophin, deren Buch “Das Böse denken” ein Bestseller ist. Aufgewachsenen in Atlanta, hat sie zunächst an der Harvard University und dann an der Freien Universität Berlin studiert. Sie war Professorin an der Yale University und in Tel Aviv, bevor sie nach Potsdam kam.