Hirnforschung Gedanken-Transformator
Kristin Raabe stellt Brain-Computer-Interfaces vor
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- Mit einer EEG-Kappe auf dem Kopf testet ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin die Übertragung von Gehirnwellen beim Schachspiel. (picture alliance | dpa | Stephanie Pilick)
Mit einigen Elektroden am Kopf und dem richtigen Computerprogramm können Gehirnwellen ausgelesen werden. In Zukunft sollen implantierte Computerchips sogar vor Gedanken nicht Halt machen.
Wer Dinge mit bloßer Gedankenkraft in Bewegung setzen will, muss kein Jedi-Ritter sein oder über telekinetische Kräfte verfügen. Dazu sind lediglich ein paar EEG-Elektroden, ein Verstärker und ein handelsüblicher Computer nötig. Mit der richtigen Software entsteht daraus ein sogenanntes "Brain-Computer-Interface", kurz BCI. EEG-Elektroden greifen die Gehirnwellen an der Kopfhaut ab, das Signal wird über einen Verstärker an einen Computer weitergeleitet, der die Signale übersetzt: In Buchstaben, in Bewegung, in Handlung.
In der Zukunft Gedanken lesen
Entwickelt wurde die Technik ursprünglich Mitte der 1990er Jahre, um vollständig gelähmten Patienten eine Kommunikationsmöglichkeit zu bieten. Solche sogenannten Locked-In-Patienten sind regelrecht eingeschlossen in ihrem Körper, unfähig zu sprechen oder auch nur eine winzige Bewegung auszuführen. Mit der BCI-Technologie können sie sich mitteilen und sogar im Internet surfen. Vielleicht können in Zukunft Brain-Computer-Interfaces sogar gesunde Menschen beim Autofahren unterstützen, denn mancher Impuls zeigt sich im Gehirn lange, bevor der Körper in Aktion tritt.
Den ausführlichen Bericht "Die Gedankenübersetzungsmaschine" von Kristin Raabe können Sie im Online-Angebot der DLF-Sendung Wissenschaft im Brennpunkt nachhören und -lesen.