Hirnforschung Scans für das Seelenheil
Von Martin Hubert
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- Ein Kernspintomograph kann die Hirnaktivität messen. (Reigh LeBlanc | flickr | cc by-nc 2.0)
Der Kernspintomograph ist inzwischen fast zur Allzweckwaffe der Hirnforscher geworden. Mit ihm kann man beobachten, welche Regionen im Gehirn zu einer bestimmten Zeit aktiv sind. Ticken die Hirne psychisch Kranker anders als die vermeintlich gesunder Probanden? Tatsächlich scheinen einige dieser Erkrankungen charakteristische Aktivitätsmuster aufzuweisen.
Die Diagnostik soll bei der Therapie von psychischen Erkrankungen helfen, indem die Patienten lernen, ihre Gehirnaktivität aktiv zu beeinflussen.
Reaktion auf Kunstwörter
So werden den Patienten zum Beispiel Kunstwörter vorgespielt, die bei ihnen positive oder negative Reaktionen hervorrufen. Vor allem bei den Wörtern, die eine negative Reaktion hervorrufen sollen die Patienten dann lernen, den Wörtern eine andere, positive Bedeutung zu geben. Sie sollen sich beispielsweise eine angenehme Situation vorstellen oder in Gedanken ein Lied singen, das positive Gefühle auslöst. Der Hirnscanner registriert dabei die ganze Zeit die Aktivitätsmuster des Gehirns. Das Ergebnis: Die Methode funktioniert.
Wahrnehmung verändern statt Symptome therapieren
In der Praxis sieht das dann so aus: Behandelt wurden drei Patienten, die Stimmen hörten, die es nicht gibt. Den Psychiatern ging es nicht unbedingt darum, den Patienten zu helfen, indem sie versuchten, die Stimmen verschwinden zu lassen. Vielmehr konnten sie zusammen mit den Patienten erreichen, die wahrgenommenen Stimmen milder zu stimmen oder positiver wahrzunehmen und so die Lebensqualität der Erkrankten zu verbessern.
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