Samstag, 18. Mai 2013

Globus /

Honduras Das gewalttätigste Land der Erde  

Martin Polansky erklärt, warum Honduras das Land mit der höchsten Mordrate weltweit ist.

Eine junge Frau hat ihren Mund zugeklebt. Auf dem Klebestreifen steht in Spanisch: Wenn ich spreche, sterbe ich.
"Mach ich den Mund auf, sterben ich " - 20 Journalisten wurden in den letzten drei Jahren ermordet. (Gustavo Amador | dpa/picture-alliance)

Mit 82 Ermordeten pro 100.000 Bürgern im Jahr 2010 hält Honduras einen traurigen Rekord. Korruption, Armut, politische Instabilität und Drogenhandel sind für die hohe Gewalt in dem südamerikanischen Land verantwortlich.

Immer häufiger werden auch Journalisten Opfer von Gewaltverbrechen. Allein in den vergangenen drei Jahren wurden 20 Journalisten getötet. Die Strafanstalten werden der Masse an Verurteilten nicht mehr Herr. Honduras verfügt über 24 Strafvollzugsanstalten mit Kapazitäten für 8000 Insassen, tatsächlich sitzen aber mehr als 13.000 Häftlinge dort ein. Als Drehkreuz für traditionelle Drogenkartelle aus Kolumbien und neuere aus Mexiko haben auch die USA das Land ins Visier genommen.



Mehr zum Thema bei DRadio Wissen:

Honduras - Das gespaltene Land
Ein Jahr nach dem Putsch an Präsident Manuel Zelaya ist das mittelamerikanische Land international isoliert. Faktisch herrscht Straflosigkeit.
(Globus vom 28.06.20120)

Honduras - Das Land der Journalistenmorde
Innerhalb weniger Wochen wurden in diesem Frühjahr in Honduras sechs Medienmitarbeiter umgebracht.
(Globus vom 17.06.2010)

 

Weiterführende Information:

2011 Global Study of Homicide
(Seiten der UN-Drogen- und Kriminalitätsbehörde UNODC)

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