Samstag, 25. Mai 2013

Hörsaal /

Human Enhancement Evolution und Glauben  

Thomas Junker und Nikolaus Knoepffler über Eugenik

Ein Bild zeigt Darwin, der auf den Schriftzug Evolution zeigt.
Wer über Evolution nachdenkt, kommt automatisch zu Darwin. (Velovotee | Flickr | cc-yb-nc-sa-2.0)

Die naturgegebenen Grenzen zu dehnen, ist ein Eckpfeiler der Erfolgsgeschichte des Menschen. Mit medizinischen und technischen Mittel optimieren wir seit jeher unsere eigenen Körper - sei es, um Krankheiten zu lindern oder unsere Leistung zu steigern.

Die Evolutionstheorie Darwins brachte eine völlig neue Qualität in diese an sich alte Idee. Durch ihn wurde die damals übliche Vorstellung, der Mensch sei von Gott so geschaffen, wie es die Bibel erzählt, erschüttert. Der Mensch als Resultat der Evolution, das bedeutete, dass der Mensch veränderlich ist und damit auch veränderbar - oder verbesserbar wie es etwa die Vertreter des Transhumanismus bewerten würden. Seither ist es denkbar, durch eugenische Maßnahmen die Erbanlagen von Menschen zu verändern.

Möglichkeiten und Folgen der Eugenik

In seinem Vortrag „Human Enhancement und die Beherrschung der Evolution“ hat sich der Biologiehistoriker Thomas Junker mit der Geschichte und den Möglichkeiten der Eugenik befasst und nach der ethischen Beurteilung entsprechender Maßnahmen gefragt. Diesen Vortrag hat er am 17. Februar 2012 bei der Tagung Der Mensch der Zukunft: Hintergründe, Ziele und Probleme des Human Enhancement gehalten. Organisiert und veranstaltet wurde sie vom Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften und der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig in Kooperation mit der Kommission Wissenschaft und Werte der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. 

Human Enhancement als christlicher Akt

Wo Darwin ist, ist Gott nicht weit. Was hat die Religion heute zur Veränderung oder Verbesserung körperlicher Eigenschaften des Menschen mit medizinischen oder technischen Mitteln zu sagen? Diese Frage beantwortete im selben Rahmen am 18. Februar 2012 der Medizin- und Wirtschaftsethiker Nikolaus Knoepffler der sich mit Human Enhancement aus der theologischen Perspektive befasste.

 

Weitere Vorträge in dieser Reihe:

Medizinische Ethik: Der Mensch der Zukunft
Mit technischen und medizinischen Mitteln ist der Mensch heute in der Lage, die natürlichen Grenzen seines Körpers zu überwinden. "Human Enhancement" werden solche Maßnahmen genannt, darunter fallen leistungssteigernde Medikamente ebenso wie technische Implantate oder gentechnische Verfahren.
(Vorträge von Udo Ebert und Armin Grunwald)

Human Enhancement - Das Geschäft mit dem Körper
Ökonomische Dimensionen des Human Enhancement  und Human Enhancement aus der Sicht des Verfassungsrechts
(Vorträge von Uwe Cantner und Josef Franz Lindner)



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Human Enhancement: Vom Homo Sapiens zum Homo Plasticus
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(Kultur vom 13.03.2012)

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