Hummer Ein Grenzgebiet sieht rot
Sonja Beecker über den Krieg um Krustentiere zwischen dem US-Staat Maine und Kanada
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- Preisdumping bei Hummern sorgt für Streit zwischen Kanada und dem US-Bundesstaat Maine. (Sonja Beecker)
Zwischen dem US-Staat Maine und Kanada herrscht der Hummerkrieg. Der Grund: Von den Luxuskrustentieren gibt es aktuell einfach zu viele, die Preise für das Pfund Hummerfleisch sind auf einem Rekordtief.
Die Fabriken, die den Hummer verarbeiten, zahlen den Fischern umgerechnet 1,60 Euro pro Pfund. Das ist zwar gut für den Konsumenten, aber natürlich schlecht für Maines Hummerfischer und auch schlecht für die Beziehungen zwischen Maine und Kanada. Denn in Kanada wird ein Großteil von Maines Weichschalenhummer aufbereitet. In der Folge ist der Hummerpreis auch dort in den Keller gesackt.
Kanadische Fischer blockieren Hummerimport aus Maine
Deshalb sind die kanadischen Hummerfischer auf die Barrikaden gegangen: Sie haben einfach mehrere Hummeraufbereitungsanlagen besetzt, um Hummerlieferungen aus Maine zu stoppen: "Wir wollen Euren Hummer nicht!“ - In den Hummer-Zank zwischen Kanada und Maine haben sich inzwischen Senatoren und Minister auf beiden Seiten der Grenze eingemischt. Selbst Hillary Clinton wurde aufgefordert, sich des Themas anzunehmen.
Anders als in den USA sind kanadische Hummerfischer in Gewerkschaften organisiert. Um die internationale Hummerkrise zu beseitigen, bemüht man sich dort einen festen Preis pro Pfund Hummerfleisch auszuhandeln. Sonja Beecker hat einen Hummerfischer in Maine bei seiner Arbeit begleitet.