Hygiene Drauf geschissen
Mark Michel über die Kulturgeschichte des Klogangs
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- Die Infrastruktur um den Stuhlgang im Mittelalter war simpel, aber ausgeklügelt. (flickr/Lutz-R. Frank/CC BY-NC-ND 2.0)
Auf die Toilette zu gehen, war im Mittelalter weit weniger komfortabel als heutzutage.
Auf einer mittelalterlichen Burg gab es in jeder Etage einen oder mehrere Erker, in denen sich ein Klo befand. Der Sitz war eine Steinplatte mit einem runden Loch. Davor war eine Tür oder ein Stoff, so dass niemand hineinschauen konnte. Gereinigt wurden die Toiletten mit Stroh oder einem Schwamm.
Mittelalterlicher Stuhlgang im Detail
Wenn ein Burgbewohner auf dem Klo saß, fielen die Fäkalien durch einen Schacht in den Burggraben oder in eine extra angelegte Jauchengrube. Den Hintern wischte er sich mit Moos ab. Eine Ausstellung auf Schloss Rochlitz in Sachsen widmet sich dem Stuhlgang im Mittelalter.