Sonntag, 19. Mai 2013

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Ig-Nobelpreis Die Rapunzel-Nummer  

Thilo Jahn stellt den Ig-Nobelpreisträger für Physik vor: Raymond Goldstein

Eine Frau mit einem Pferdeschwanz sieht aus, als würde sie gerade aus dem Bild herausgehen.
Auch das ist Forschung: Aus einem Haar die Beschaffenheit eines ganzen Pferdeschwanzes berechnen. (Evil Erin | flickr | cc by 2.0)

Am 20. September 2012 wurde zum 21. Mal der Ig-Nobelpreis in Harvard verliehen. Wissenschaftler aus allen Fachbereichen werden für Studien geehrt, die einen erst zum Lachen bringen - und dann zum Nachdenken. In einer vollkommen subjektiven Auswahl stellen wir in dieser Woche unsere drei Lieblingspreisträger 2012 vor.

Der Kopf mit seinen etwa 100.000 Haaren ist ein komplexes physikalisches System. Und genau das ist es, was Raymond Goldstein interessiert. Vor allem dann, wenn die Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden sind. Kann man aus der Beschaffenheit eines einzelnen Haares die Form des ganzen Pferdeschwanzes ableiten? Das war die Frage, der er in seiner Studie nachging. Heraus kamen bahnbrechende Erkenntnisse über die Bewegung des Pferdeschwanzes und die Kräfte, die dabei in ihm wirken.

Die Entdeckung der Rapunzel-Nummer

Raymond Goldstein selbst trägt das Haar in der Regel offen - was damit zusammenhängen mag, dass seine Kopfhaut nicht mehr ganz damit bedeckt ist. Er ist Professor am Institut für angewandte Mathematik und theoretische Physik an der University of Cambridge. Mit Kollegen aus den USA und Großbritannien entwickelte er die Rapunzel-Nummer. Mit dieser Formel lässt sich anhand der Dichte, der Elastizität, der Lockigkeit und der Länge des Haares die Form des Pferdeschwanzes berechnen. Über seine preisgekrönte Studie hat er mit Thilo Jahn gesprochen.



Mehr zum Ig-Nobelpreis bei DRadio Wissen:

Ig-Nobelpreis - Das Affen-Po-Memory
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Mehr zum Thema:

Rapunzel, Leonardo and the physics of the ponytail
(University of Cambridge vom 13.02.2012)

Gewinner des Ig-Nobelpreises der letzten Jahre
(improbable.com)

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