Sonntag, 19. Mai 2013

Globus /

Indien Zufluchtsort für verzweifelte Tibeter  

Kai Küstner hat den nordindischen Ort Dharamsala besucht

Zwei tibetische Mönche sitzen auf Steinstufen.
Im indischen Dharamsala leben die meisten Exil-Tibeter. (mirabile dictu | flickr | cc by-nc-sa 2.0)

Das kleine nordindische Dorf Dharamsala dient nicht nur dem Dalai Lama und dem tibetischen Premierminister als Exil. Hier finden auch viele Tibeter Zuflucht. Die Stimmung wird angesichts der vielen Selbstverbrennungen aus Protest gegen die chinesische Herrschaft immer bedrückender.

Dharamsala ist ein kleines Dorf am Fuße des Himalaya im Bundesstaat Himachal Pradesh. Dort befinden sich auch der Sitz des Dalai Lama und der tibetischen Exilregierung. Außerdem gibt es ein gewähltes Parlament und einen Premierminister. Dieser Ort gilt auch als Zufluchtsort für Tibeter, die aus ihrer Heimat fliehen. Etwa 1500 Tibeter leben in Dharamsala - in ganz Indien sind es 150.000.

Selbstverbrennungen nehmen zu

Doch die Stimmung in Dharamsala wird immer bedrückender - denn die Nachrichten aus Tibet sind erschütternd: Noch nie haben sich so viele buddhistische Mönche aus Protest gegen die chinesische Herrschaft selbst verbrannt wie in diesem Jahr. In dieser Woche haben sich erneut eine Frau und ein Mönch in Tibet mit Benzin übergossen und angezündet. Und auch die Flucht aus Tibet nach Indien wird immer beschwerlicher, weil China versucht, die Grenzen dichtzumachen.

Mönche, die es geschafft haben zu fliehen - und auch der neu gewählte Premier - haben mit unserem Korrespondenten Kai Küstner über die Situation gesprochen.



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