Internet Die elektronische Wunderkammer
Die DDB verspricht freien Zugang zum kulturellen Erbe des Landes - wir machen den Praxistest
Seit gestern (28.11.2012) ist die Betaversion der Deutsche Digitalen Bibliothek online. Bilder, Noten, Tondokumente, Bücher oder Filmausschnitte sind jetzt für jedermann abrufbar. 1800 Kulturinstitutionen haben sich beteiligt und stellen ihre zuvor digitalisierten Schätze zur Verfügung. Das Projekt DDB soll freien Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe des Landes ermöglichen. DRadio Wissen prüft die neue Bibliothek auf Herz und Nieren.
Cäsar geht, Kippenberger nicht
Moritz Metz und Cornelius Reiber unterziehen die DDB einem Praxistest
Digitalisierung in der Landesbibliothek Potsdam. (dpa | picture alliance | Bernd Settnik)Für den Kultur- und Literaturwissenschaftler Cornelius Reiber könnte die Deutsche Digitale Bibliothek künftig eine interessante Quelle sein. Ob ihn die DDB tatsächlich weiter bringt, das hat er zusammen mit Moritz Metz getestet: Daumen hoch oder Daumen runter? Kommt drauf an, Julius Cäsar ist gut vertreten, der Maler Martin Kippenberger dagegen kaum.
Die semantische Suche und die DDB
Michael Gessat testet die Suchfunktion der Bibliothek
Die Suchfunktion der DDB. (DRadio Wissen)Geben Sie den Suchbegriff in das Suchfenster ein: Schon erscheint die Trefferliste. So wie immer im Netz. Doch die DBB soll eine besonders schlaue Suche besitzen. Zudem seien die für die Suche relevanten Metadaten extra sorgfältig erstellt worden, die Ergebnisse seien auch nicht von kommerziellen Interessen beeinflusst. Michael Gessat schaut sich die Suche genauer an.
Großer Bestand, großes Prestige?
Die DRadio-Wissen-Statistikerin Katharina Schüller schaut auf die großen Bibliotheken
"Das Churfürstl. Brandenburgische Krieges Recht" - jetzt auch digital verfügbar. (dpa | picture alliance | Bernd Settnik)Was heißt es eigentlich, wenn eine Bibliothek 8 Millionen, 20 Millionen oder 50 Millionen Bücher verwaltet? Ob die Bedeutung einer Bibliothek an ihrem Bestand zu messen und wie wichtig dessen Digitalisierung ist, klären wir im Statistikgespräch.
Die Mutter aller digitalen Bibliotheken
Silke Hasselmann stellt die Library of Congress in Washington vor
Vorbild für die Deutsche Digitale Bibliothek: die Library of Congress. Hier zu sehen: der Lesesaal. (tedeytan | flickr | CC BY-SA 2.0)Vorreiter der digitalen Bibliothek ist die Library of Congress in Washington: Zwischen 1996 und 2000 investierte sie 60 Millionen Dollar in die Digitalisierung historischer Quellen und Werke und schaffte einen Imagewandel. Von der abgehobenen Einrichtung der Bildungselite zum Publikumsliebling. John Van Oudenaren erklärt im Bericht von Silke Hasselmann, warum dieser Wandel wichtig war.