Internet Schluss mit AGB-Lügen
Jan-Christoph Borchardt bewertet Allgemeine Geschäftsbedingungen von Onlinedienstleistern
Ein AGB-Ranking soll Nutzern auf einen Blick zeigen, wie gut ein Internetdienst ist. Damit will eine Initiative aufklären und vor den vielen schlechten AGB im Netz warnen.
"Ich habe die AGB gelesen." Die meisten User klicken an dieser Stelle ohne Zögern auf "Ja", obwohl sie überhaupt nichts gelesen haben. Als "größte Lüge des Internets" bezeichnen das die Macher der Initiative "ToS:DR" und wollen Abhilfe schaffen.
Bewertungen der wichtigsten AGB
"ToS:DR" steht für "Terms of Service; Didn't Read". Die Seite richtet sich an alle, denen es zu lange dauert, Allgemeine Geschäftsbedingungen ausführlich zu studieren. Nutzungsbedingungen und AGB von Facebook, Skype und anderen Onlinediensten werden bewertet, sodass Nutzer auf einen Blick erkennen können, wie gut ein Dienst ist: Von "Class A" für super bis "Class E" für schlecht. Besonders gute oder schlechte Bestimmungen werden dabei hervorgehoben.
Transparente Diskussion
Bislang werden die Nutzungsbedingungen von etwa 40 Diensten in verschiedenen Kategorien zusammengefasst und bewertet. Da es sich um ein offenes Projekt handelt, kann die Community diese Bewertungen diskutieren, bevor die endgültige Gesamtnote feststeht. Gerade haben die Macher - ein Webdesigner, ein Programmierer und ein Jurastudent - über eine Crowdfunding-Plattform Geld gesammelt, um ihren AGB-Tüv zu professionalisieren und weiter auszubauen.
Der Bericht ist eine Wiederholung vom 11.10.2012.