Internet Trolle als Kunstform
Ein Gespräch mit dem Netzexperten Stefan Krappitz, der Trolle als moderne, neue Kunstform definiert
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- Auch analog sind Trolle ziemlich unangenehm. (Benny Mazur | Flickr | CC BY 2.0)
Eigentlich gelten sie als eine der Plagen des Internets: Trolle. Aber sie beeinflussen auch Darstellungsformen, Bildsprache oder den Humor im Netz.
Trolle gab es schon immer - auch schon lange bevor das Netz erfunden wurde und die Realität verändert hat. Diogenes, der Denker der alten Griechen, lebte in seiner Tonne und wollte zudem Bedürfnislosigkeit und Natürlichkeit propagieren. Für Stefan Krappitz ist er der "Urtroll".
Trolle an sich: ein hoher kultureller Wert
Auch in unseren Tagen gibt es Trolle inner- und außerhalb der Netzes. Sie sind für Krappitz nur zum Teil nervig. Er sieht in ihnen vor allem eine neue Kunstform, die das Netz beeinflussen oder sogar verändern. Trolle - so seine steile These - sind Auslöser für neue Bildsprache und Darstellungsformen, sie verändern den Humor im Netz und stellen an sich einen hohen "kulturellen Wert" dar.
Dieser Beitrag ist eine Wiederholung vom 29.06.2012