Sonntag, 19. Mai 2013

Medien /

Internet Trolle als Kunstform  

Ein Gespräch mit dem Netzexperten Stefan Krappitz, der Trolle als moderne, neue Kunstform definiert

Ein grimmiger Troll aus Plastik.
Auch analog sind Trolle ziemlich unangenehm. (Benny Mazur | Flickr | CC BY 2.0)

Eigentlich gelten sie als eine der Plagen des Internets: Trolle. Aber sie beeinflussen auch Darstellungsformen, Bildsprache oder den Humor im Netz.

Trolle gab es schon immer - auch schon lange bevor das Netz erfunden wurde und die Realität verändert hat. Diogenes, der Denker der alten Griechen, lebte in seiner Tonne und wollte zudem Bedürfnislosigkeit und Natürlichkeit propagieren. Für Stefan Krappitz ist er der "Urtroll".

Trolle an sich: ein hoher kultureller Wert

Auch in unseren Tagen gibt es Trolle inner- und außerhalb der Netzes. Sie sind für Krappitz nur zum Teil nervig. Er sieht in ihnen vor allem eine neue Kunstform, die das Netz beeinflussen oder sogar verändern. Trolle - so seine steile These - sind Auslöser für neue Bildsprache und Darstellungsformen, sie verändern den Humor im Netz und stellen an sich einen hohen "kulturellen Wert" dar.

Dieser Beitrag ist eine Wiederholung vom 29.06.2012



Mehr bei DRadio Wissen:

Füttern erlaubt
Eine althergebrachte Internetregel lautet: "Do not feed the trolls".
(Webschau vom 09.02.2012)

Bitte nicht füttern!
Warum sich Trolle in der ökologischen Nische Internetforum einrichten.
(Netzreporter vom 18.05.2010)

 

Weitere Informationen:

Füttert die Trolle!
Ohne die anonymen Störenfriede gäbe es keine lebendige Netzkultur.
(zeit.de vom 18.06.2012)

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

  • Seite 1 / 1

Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Link zum Essay Troll Culture

    Auf http://wwwwwwwww.at/trolls gibt es mein Buch Troll Culture online zu lesen. Wer ganz traditionell lieber auf Papier liest bekommt hier das gedruckte Buch mit viel Bonuscontent (eignet sich auch besser als Geburtstagsgeschenk, Vitrinenstück oder Fliegenklatsche. Ausserdem kann ich auch sagen, dass es Kaninchen besonders gerne essen. Davon rate ich aber ab, da die Laminierung des Umschlags möglicherweise Verdauungsprobleme beim Kaninchen hervorrufen würde. Die unbedruckten ersten und letzten 2 Seiten sollten aber okay sein): http://www.lulu.com/shop/stefan-krappitz/troll-culture/paperback/product-20036715.html

    skrappitz 29.06.2012 09:01 Uhr

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

  • Seite 1 / 1

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Medien

Das Bild zeigt eine junge Frau, die in einem dunklen Raum sitzt und in einen hell erleuchteten Computer schaut.

MedizinDu sollst keine Krankheiten googeln!

krankheitserfahrungen.de bietet medizinisch korrekte Krankheitsgeschichten.

Mehr …

Über einem Youtube-Playbutton ist der Code zu einem Tagesschau-Video vom 16.06.2013 zu sehen.

FramingMein Clip, dein Clip

Youtube-Videos einbetten oder nicht? Diese Entscheidung muss jetzt der EuGH treffen.

Mehr …

I/O - die beiden Buchstaben vor dunklem Hintergrund.

EntwicklerkonferenzGoogle denkt mit

Auf der Konferenz I/O geht es um die Zukunft der Googlewelt.

Mehr …

Verschiedene Cover argentinischer Boulevardmedien

KlatschpresseAm Abgrund des Journalismus

"Topf voll Gold" will Lügen über Promis entlarven.

Mehr …

Die Zeichnung eines Schiffes bei schwerem Seegang.

FerngesteuertGeisterschiff der Zukunft

Nach Tauchrobotern und unbemannten Drohnen experimentieren Forscher mit autonomen Frachtschiffen.

Mehr …

Die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez im Gespräch

Kuba"Bürger zu sein, ist gefährlich"

Eine kubanische Bloggerin reist durch die Welt.

Mehr …