Dienstag, 21. Mai 2013

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iPhoneography Das Smartphone als Kamera-Ersatz  

Webschau mit Thomas Reintjes

Das Bild zeigt die mit dem Fotografie-Programm Hipstamatic erstellte digitale Aufnahme eines analogen Kodakfotostreifens.
Analog trifft Digital: ein Kodakfotostreifen, aufgenommen per Hipstamatic. (Zé.Valdi | flickr | CC BY-NC-SA 2.0)

Der Schnappschuss hat Hochkonjunktur – vor allem seit es Fotohandys gibt. Fotos sind allgegenwärtig: In der realen Welt, weil sie dort ständig gemacht werden. Und auch in der virtuellen Welt, weil sie dort hochgeladen und angeschaut werden. Dementsprechend ist Fotografie ein wichtiges Thema für Blogs.

Der bloggende Profi-Fotograf Steffen Böttcher hat unter dem Titel Das iPhone als Urlaubskamera getestet, wie gut er in seinen Ferien mit dem Smartphone als Kamera zurechtkommt. Sein Fazit lautet, dass er "sowohl von den Möglichkeiten, als auch von den Ergebnissen begeistert" ist.

Selbstversuch mit Smartphone

In seinem Text skizziert Böttcher das klassische Dilemma eines Fotografen vor dem Urlaub, der sich nicht entscheiden kann, wie er die Ferienbilder machen möchte: "Ich zermartere mir den Kopf, um am Ende alle Kameras mitzunehmen." Böttcher wagte dann einen untypischen Selbstversuch und nahm nur das iPhone  mit: "Es ist leicht, immer dabei und hat fantastische `On Board´ Bearbeitungsmöglichkeiten. Dazu kommt, dass ich die Welt sofort via Flickr, Facebook und Twitter mit meinen Ergebnissen langweilen kann. Auch nicht zu vergessen: Ich habe die Bildergebnisse permanent `am Mann´- auch nach dem Urlaub."

Aber natürlich zeigen sich in dem Experiment auch die Nachteile: Das Smartphone von Apple hat eine feste Brennweite, man kann also nicht zoomen, auch die Zahl der Megapixel ist beschränkt und auch die ständige Verfügbarkeit des Geräts kann im Urlaub auf die Nerven gehen. Trotzdem: Die Fotos im Blog von Steffen Böttcher sind vorzeigbar. Allerdings wurden sie stark nachbearbeitet, damit die Bilder – so Böttcher –  "erträglicher" seien. Eine Art der Bearbeitung ist die App Hipstamatic, durch deren Analog-Filter die Fotos wirken als seien sie  mit einer alten Sofortbildkamera aufgenommen. Andere Filter empfiehlt er zum Nachschärfen. Oder um Lichteffekte hinzuzufügen, etwa die typischen Brechungseffekte der Sonnenstrahlen im Objektiv. Mithilfe verschiedener Apps wird das Smartphone zu einer Art "Schweizer Taschenmesser für Fotografen", wie es in den Kommentaren heißt.

Streitfall Nutzungsrechte

Und: Man kann die Bilder gleich ins Netz stellen. Allerdings gibt es hier, neben komfortabler Bedienung, kostenlosem Speicherplatz und unnützer Werbung einiges zu beachten. Das Blog irights.info empfieht, auf die Nutzungsbedingungen des Anbieters zu achten: "Finger weg von Twitpic, Twitter und Lockerz". Denn wer diese Dienste nutzt, "gewährt ihnen alle Nutzungsrechte, ohne einen Anspruch auf Vergütung zu haben." Allerdings sind sie sehr praktisch – vor allem für Twitterer.

Laut Irights.info sind Yfrog, Mobypicture und img.ly faire Dienste, denn sie "versichern, hochgeladene Fotos nicht ohne Zustimmung des Fotografen an andere zu lizenzieren. Das heißt, dass man für seine Zustimmung auch eine Beteiligung verlangen kann." In den Kommentaren wird natürlich auch der fast schon klassische Anbieter Flickr als eine weitere faire Alternative genannt.

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