Freitag, 24. Mai 2013

Zeit Online Talk /

Iran "Where is my vote?"  

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad
Mahmud Ahmadinedschad klammerte sich vor einem Jahr an sein Amt, Hunderttausende demonstrierten. (AP)

Vor einem Jahr machte die "Twitter-Revolution" im Iran von sich reden. Was ist von ihr geblieben und wie einflussreich kann eine Internet-Revolution sein?

"Where is my vote?" - das war die Parole der iranischen Opposition nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen am 12. Juni 2009. Hunderttausende gingen auf die Straße, als sich abzeichnete, dass sich Mahmud Ahmadineschad an sein Amt klammern würde.

Die Grüne Bewegung, wie sie bald genannt wurde, organisierte sich über das Internet. Ihre Anhänger verabredeten sich auf Social-Media-Plattformen und auf Blogs. Auf YouTube ließen sie die Welt an ihrem Protest teilhaben. Von einer "Twitter-Revolution" war die Rede.

Was ist ein Jahr danach von der Bewegung geblieben? Hat das Regime das Netz unter seine Kontrolle gebracht? Kann man über das Internet überhaupt eine Revolution anzetteln? Der Zeit Online Talk diskutiert die Bedeutung von Blogs, Twitter und Co.

Saba Farcan, Publizistin und Iran-Kennerin

Nicole Simon, Social-Media-Expertin

Markus Horeld, Ressortleiter Politik, Meinung und Gesellschaft bei Zeit Online.

Moderation: Marén Balkow

 

Mehr bei DRadio Wissen:

"Letzter Ausweg Exil" - Ein Jahr nach Beginn der Grünen Bewegung

"Neda Soltan starb vor einem Jahr" - Webschau: Iranische Revolutionsgarden erschossen Neda Agha-Soltan vor einem Jahr

Weitere Informationen:

"Teherans Angst vor der trotzigen Opposition" - Zeit online (11.6.2010)

"Es wird Ärger geben" - Wahl im Iran vor einem Jahr auf spiegel.de (12.6.2009)

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Kommentare 2 - 1 von 2

  • 2. @politruc:

    Danke für den Kommentar. Und besonders für die Ergänzung durch den Artikel-Link. Marén Balkow

    Faustine 15.06.2010 16:50 Uhr

  • 1. Warum gab es jetzt doch keine Proteste?

    Die üblichen Antworten,: Repressalien, Angst, Vorsicht. Kein Wunder, sind doch unsere Berichte in Deutschland über den Iran, ursprünglich auf Exil-IranernerInnnen, wie Saba Farcan zurückzuführen. Da können wir gleich ehemalige Baath-Parteifunktionäre zur Lage im heutige Irak befragen. Zur Verständnis der sogenannten "Twitter-Revolution" gibt es hier eine Analyse, die - genau wie der Iran selber - differenziert ist: http://www.irananders.de/index.php?id=32&L=0&tx_ttnews[tt_news]=182&cHash=e303bcd090

    politruc 14.06.2010 01:22 Uhr

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