Island Für Nachwuchs ist gesorgt
Jessica Sturmberg über die hohe Fruchtbarkeitsrate der Isländer
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- Island ist ein kinderreiches Land. (Brynja Eldon | Flickr | cc-by-nc-sa-2.0)
Island hat neben der Türkei und Irland eine der höchsten Geburtenraten Europas. 27 Jahre alt sind Isländerinnen durchschnittlich, wenn sie ihr erstes Kind bekommen. Pro Frau werden im Durchschnitt 2,2 Kinder geboren.
Dabei haben isländische Familien die gleichen Probleme wie Familien hierzulande: Es gilt Kinder und Arbeitsalltag unter einen Hut zu bekommen. In vielen Familien arbeiten beide Eltern Vollzeit, sagt Soziologieprofessor Stefán Ólafsson von der Universität Island. Auch ein Elterngeld gibt es in Island - allerdings nur neun Monate lang. Dafür bekommen Eltern 80 Prozent ihres letzten Gehalts.
Kinder sind keine Frage des Geldes
Das staatliche Betreuungssystem hilft den Eltern bei der Organisation von Kindern und Arbeit. Wenn das nicht klappt, springen Großeltern oder Tagesmütter ein. Kinder seien in Island keine Frage des Geldes sagt Stefán Ólafsson: "Die Menschen haben viele Kinder, auch wenn es nicht einfach ist. Der Grund ist, dass Kinder hier einen hohen Stellenwert haben im Vergleich zu vielen anderen Nationen."
Längere Arbeitszeiten
Generell herrsche in Island eine große Flexibilität zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Kehrseite der Medaille sei die geringere volkswirtschaftliche Produktivität in dem 300.000 Einwohner starken Land. Die werde wiederum durch längere Arbeitszeiten ausgeglichen.