Mittwoch, 19. Juni 2013

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IT-Branche Fachkräfte, dringend gesucht  

Wirtschaftsjournalist Andreas Kolbe erklärt, warum 38000 Stellen in der IT-Branche unbesetzt sind.

Eine junge Frau sitzt auf der CeBIT in Hannover hinter einer beschriebenen Glasscheibe vor einem Notebook.
In der IT-Branche mussten im vergangenen Jahr Aufträge abgesagt werden. (AP)

Die Unternehmen der IT-Branche wachsen, können aber manchen Auftrag nicht annehmen, weil IT-Experten fehlen.

Jobmotor Soft- und Hardwareindustrie – nach Angaben des Branchenverbands Bitkom stellte die IT-Branche in Deutschland im vergangenen Jahr 866.000 Mitarbeiter ein, 18.000 mehr als im Vorjahr. Die Zahlen im Telekommunikationssektor sind dagegen rückläufig. Hier fanden im gleichen Zeitraum 3000 Menschen weniger einen Job.

Fachkräftemangel

Der Chef von Datev, einem Dienstleister für Steuerberater, Dieter Kempf, vermutet, dass im laufenden Jahr weitere 10.000 Menschen Arbeitsplätze in der IT-Branche finden. Zum Jubeln ist der Branche aber trotzdem nicht zu Mute. Der Grund: Viele Unternehmen rechnen offenbar damit, nicht so viele Fachkräfte zu finden, wie sie sich wünschen.

38.000 Stellen fehlen

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann, warnt vor diesem Engpass. In fast allen Bereichen fehlen nach seiner Meinung Spezialisten. Jedes vierte Unternehmen müsse bereits Aufträge ablehnen, weil es die dazu notwendigen IT-Spezialisten nicht finde – so der Telekom-Chef. 38.000 Stellen seien in der Branche nicht oder nur schwer zu besetzen. Allein bei der Telekom treffe dies auf 600 bis 800 Stellen zu.



Mehr bei DRadio Wissen:

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Kommentare 2 - 1 von 2

  • 2. Wer einmal lügt dem glaubt man nicht und wenn er doch die Wahrheit spricht.

    Wenn man Einstellungsstatistiken anführt wäre es glaubwürdig gleichzeitig zu fragen, wieviele Leute denn entlassen wurden oder in Rente gegangen sind. Und vielleicht sogar zu welchen Konditionen die Neuen eingestellt wurden. Das bekommt selbst das DRadio nicht hin, geschweige denn die Anderen.

    Jemand 20.06.2012 15:50 Uhr

  • 1. Die Verantwortung hierfür?

    Servus! Firmen fehlen die Fachkräfte? Daran sind die Firmen nicht unschuldig! Die größeren Firmen hätten schon seit Jahren Stipendien oder andere Förderungen anleihern können, es gibt hier viel zu wenig! Sie verlassen sich zu sehr auf Bildungsreformen und Co. Somit sind sie verlassen. Arbeitgeberverbände spielen ihre Macht in vielen Bereichen aus, um Politik zu beeinflussen. Warum nicht mehr in der Ausbildungspolitik? Aber auch in den Lehrberufen sind die Betriebe am Fachkräfte Mangel selbst Schuld. Sie stellen für Lehrberufe gere Abiturienten ein, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit nur einen Zwischenstop Lehre machen, bevor sie studieren. Somit nehmen viele Studenten die zuvor gelernt haben,, anderen Menschen die Lehrstellen weg und sorgen auch hier für Fachkräfte Mangel. Außerdem steigen die Anforderungen in Lehrberufen seit Jahrzehnten permanent. Kein Wunder dass immer mehr Bewerber ungeeignet sind. Ich habe meinen alten Lehrmeister seit Jahren wieder getroffen (Lehre 1984-1987). Er hatte handwerklich aber auch theoretisch wirklich was drauf. Er hatte nur Volksschule, also 8 Jahre Schule. Heute hätte er keine Chance auf eine Lehrstelle, ein solch wertvoller Handwerker!!! Unser System bekämpft sich selbst... Grüße Marcus

    Talax 19.06.2012 11:32 Uhr

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