Montag, 20. Mai 2013

Globus /

Japan "Wissen to stay"  

Peter Kujath über Lern-Cafés in Tokio

Ein Mann bedient sein Smartphone über den Touchscreen.
Manche Besucher gehen fast täglich in ihr Benkyo-Café. (steefafa | flickr.com | CC BY-NC-SA 2.0)

Das erste "Benkyo-Cafe" wurde 2008 in Tokio eröffnet, inzwischen gibt es dort sechs Filialen. "Benkyo" heißt auf Japanisch "lernen" - und die Cafés in der Megacity Tokio sind auch ein Mittel gegen Einsamkeit.

In einem großen hellen Raum - vom Nachbarn nur durch eine kleine Wand getrennt - treffen sich Tokioter bei Kaffee, Wasser oder Tee, um sich gemeinsam weiterzubilden. Rund 1100 Mitglieder haben die sechs Cafes - und die Nachfrage steigt, sagt der Leiter einer der Filialen. Grund dafür sei die Sorge um die Zukunft: Viele Cafe-Besucher befürchteten, ihren Job zu verlieren, wenn sie sich nicht regelmäßig weiterbilden.

Ungestörtes Lernen und neue Bekanntschaften treffen

Für 100 Euro im Monat kann man das Angebot so lange nutzen, wie man möchte. Manche Besucher gehen fast täglich nach der Arbeit hin und bleiben bis abends da. Das Durchschnittsalter der Mitglieder beträgt 30 Jahre. 90 Prozent der Besucher sind Angestellte, 60 Prozent Männer.

Wie in der Schule: Bei Erfolg gibt es Sternchen

Auf bunte Zettel schreiben sie ihre Lernziele. Wenn sie erreicht wurden, wird das von den Cafe-Betreibern mit einem Sternchen honoriert.



Mehr bei DRadio Wissen:

Mehr als nur Kellnerin
Peter Kujath hat ein ungewöhnliches Café in Tokio besucht.
(Kultur vom 25.06.2012)

Schlaflos in Tokio
Mit neuen Fotoblogs durch das Verkehrssystem der japanischen Hauptstadt.
(Netzreporter vom 16.07.2012)

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Globus

Das Logo des Ten Cities Project zeigt den Schriftzug Ten Cities auf farbigem Hintergrund

MusikTen Cities in Kairo

Das Musikprojekt bringt Künstler, DJs und Produzenten aus Europa und Afrika zusammen.

Mehr …

Drei Frauen mit Flügeln in Regenbogenfarben beim Gay Pride in Johannesburg.

SüdafrikaSchutz in der Gemeinde

Ein Mal pro Woche bietet ein katholischer Pfarrer Treffen für Schwule und Lesben an.

Mehr …

Das Bild zeigt zwei schwarze Männer mit Schwimmringen und Wärmefolien am Strand der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika.

FlüchtlingeDer Traum vom Leben

Geschichten von beiden Seiten der Grenze zwischen Europa und Afrika.

Mehr …