Sonntag, 19. Mai 2013

Globus /

Jasminrevolution III Sonne, Strand und bange Hoffnung  

Alexander Göbel über den tunesischen Tourismus

Das Bild zeigt den verwaisten Pool einer Ferienanlage auf Djerba.
Hotelpool sucht Touristen: Ferienanlage auf Djerba. (dpa | picture alliance | Jim Hollander)

In Tunesien sprechen Tourismusexperten gern von einem Comeback, wenn es um die Buchungszahlen 2012 geht. Nach dem schweren Einbruch des gesamten Sektors im Revolutionsjahr 2011 füllen sich nun die Strände wieder. Doch Tunesiens Urlaubswirtschaft ist noch lange nicht stabil.

Die Touristen kommen zurück - auch weil die Islamisten der Regierungspartei Ennahda wissen, wie wichtig die Urlauber für das Land sind: Alkohol und Bikinis bleiben erlaubt. Doch die meisten Feriengäste verstecken sich in den Bettenburgen am Strand - und zwar "All Inclusive". Darunter leiden die Restaurants, aber auch die Souvenirhändler und die Handwerker in der Medina von Hammamet.

Den Tourismus neu ausrichten

Nur verhalten kann sich Mouna Ben Halima über Tunesiens Mini-Comeback freuen. Die Hotelmanagerin kennt den wahren Kern des Problems. Von Anfang an, seit den 60er-Jahren, habe Tunesien sich auf Massentourismus ausgerichtet und sei austauschbar geworden. "Heute gibt man der Revolution die Schuld an der Tourismus-Krise in Tunesien. Aber diese Krise hat mit der Revolution nichts zu tun", meint sie.

Dieser Bericht ist der dritte Teil einer Serie über die Lage in Tunesien im ersten Jahr nach der Jasminrevolution.



Mehr bei DRadio Wissen:

Jasminrevolution I: In der Wiege der tunesischen Revolution
In Gafsa hatte der Aufstand begonnen - noch heute gibt es dort täglich Streiks und Demonstrationen.
(Globus vom 10.07.2012)

Jasminrevolution II: Tunesiens Zukunft: Wohin steuert Ennahda?
Die Zugeständnisse an die Islamisten beunruhigen viele Tunesier.
(Globus vom 11.07.2012)

Tourismus: Das Ende der Pauschalreise
Beim Reisen sind Rundum-Sorglos-Pakete nicht länger gefragt.
(Agenda vom 09.03.2011)

Hoffen auf ein Ende der Touristenflaute
Seit dem Sturz des Diktators Ben Ali und den nachfolgenden Unruhen in Tunesien haben viele Menschen Angst vor einer Reise in das einst so beliebte Urlaubsland.
(Globus vom 06.03.2012)

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Globus

Das Logo des Ten Cities Project zeigt den Schriftzug Ten Cities auf farbigem Hintergrund

MusikTen Cities in Kairo

Das Musikprojekt bringt Künstler, DJs und Produzenten aus Europa und Afrika zusammen.

Mehr …

Drei Frauen mit Flügeln in Regenbogenfarben beim Gay Pride in Johannesburg.

SüdafrikaSchutz in der Gemeinde

Ein Mal pro Woche bietet ein katholischer Pfarrer Treffen für Schwule und Lesben an.

Mehr …

Das Bild zeigt zwei schwarze Männer mit Schwimmringen und Wärmefolien am Strand der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika.

FlüchtlingeDer Traum vom Leben

Geschichten von beiden Seiten der Grenze zwischen Europa und Afrika.

Mehr …