Journalismus Der Rotstift droht!
Sven Preger über die Leiden und Chancen des jungen Ressorts
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- Vor einem Jahr boomte der Wissenschaftsjournalismus, jetzt wird gnadenlos gekürzt. (picture alliance | dpa | Stefan Puchner)
Der Wissenschaftsjournalismus ist unter Druck. Dabei ist er hierzulande noch nicht mal richtig etabliert.
Lange galt die "Wissenschaft" als das verspätete Ressort in den deutschen Medien. Das sollte heißen: Es gab nur wenige, professionelle Wissenschaftsredaktionen oder Wissenschaftsjournalisten. Und die berichteten häufig über bahnbrechende, herausragende oder skurrile Entdeckungen der Forscher. Nach dem Motto: Die Wissenschaft hat festgestellt... Kritische Berichterstattung über Forschungsergebnisse oder gar Kritik an der Wissenschaft war eher selten.
Rotstift wird dort angesetzt, wo man zuletzt investiert hat
Wissenschaftsjournalismus ist "in". (DRadio Wissen/Julia Möckl)In den vergangenen Jahren hat der Wissenschaftsjournalismus ordentlich aufgeholt. Ihm wurde sogar ein Boom nachgesagt. Redaktionen wurden gegründet, ebenso Studiengänge für Wissenschaftsjournalismus und neue Zeitschriften. Und heute? In der Krise – vor allem der Zeitungen – wird der Rotstift natürlich dort angesetzt, wo man zuletzt investiert hat.
Journalisten haben es selbst in der Hand
Außerdem kommunizieren Wissenschaftseinrichtungen ihre Forschungsprojekte und Ergebnisse mittlerweile selbst und professionalisiert: in Form von Zeitschriften, Blogs oder Videos.
"Aber die Journalisten haben es selbst in der Hand", sagt unser Autor Sven Preger. "Der Wissenschaftsjournalismus kann sich selbst retten!" Wie das gehen soll, erklärt er bei uns im Gespräch.