Journalismus Kampf gegen Medienoligarchen
Annett Müller berichtet über die Situation der rumänischen Presse
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- In Rumänien kämpfen Journalisten um Freiheit und Unabhängigkeit der Medien. (Steve Rhodes | Flickr CC BY-NC-SA 2.0)
In puncto Pressefreiheit liegt Rumänien auf Platz 47 von 179 - gleichauf mit Argentinien und den USA. Doch das liegt nicht an einer Verbesserung der Situation im Land, sondern an der Herabstufung der USA um 27 Plätze. Die Rangliste wird von der Nichtregierungsorganisation "Reporter ohne Grenzen" erstellt.
Die Organisation kritisiert schon seit Jahren die schlechten Bedingungen für Journalisten in Rumänien. Denn wer als Journalist in Rumänien arbeitet, hat es nicht leicht. Viele Medienkonzerne gehören Unternehmen, die ihre Interessen in der Berichterstattung gewahrt wissen wollen. Durch die strukturellen Probleme werden Journalisten täglich zum Spielball wirtschaftlicher und politischer Interessengruppen. Regierung und Behörden sperren sich gegen die nötigen Reformen.
Entlassungen und Schließungen
Nur wenige Journalisten wehren sich gegen das Diktat ihrer Arbeitgeber. Die Gründe dafür sind simpel: In den vergangenen Jahren wurden mehrere tausend Medienmitarbeiter entlassen, viele dutzend Zeitungen geschlossen. In der Folge sinkt die Glaubwürdigkeit der rumänischen Medien.
Langsam regt sich Widerstand
Doch es tut sich was: Ein Journalist machte als erster die erpresserischen Versuche eines der größten Medienkonzerne im Land öffentlich. Zudem beginnen junge Journalisten, eigene unabhängige Redaktionen zu gründen. Sie wollen mit ihren Publikationen vor allem glaubwürdig sein und eine Alternative zum Mainstream schaffen.