Journalismus Neue Impulse für Game-Journalismus
Thomas Ruscher berichtet über das neue Magazin für Computerspiele WASD.
Das neue Game-Magazin WASD möchte sich dem anspruchsvollen Spielejournalismus widmen und könnte so neuen Wind in die Branche bringen, die seit Jahren in Stillstand verharrt.
Der Computerspiel-Journalismus steckt in der Krise: Die Auflagen gehen seit Jahren massiv zurück und voriges Jahr löste Christian Schmidt, ehemaliger stellvertretender Chefredakteur der Spielezeitschrift Gamestar, mit einem Artikel auf Spiegel Online eine Debatte aus: Die Art, wie Fachmedien über Videospiele schreiben, sei platt und ideenlos, kritisierte er. Sie ähnelte mehr puren Produkttests und ignoriere jedwede gesellschaftliche Relevanz.
Gegenentwurf zum bisherigen Spielejournalismus
Ein dreiviertel Jahr nach der Debatte gibt es eine Antwort: Ein neues Magazin will ein Gegenentwurf zum etablierten Spielejournalismus sein. "WASD - Texte über Games" vom Journalisten Christian Schiffer richtet sich an Gamer, die sich bei den üblichen Fachmagazinen langweilen - und es richtet sich an Nicht-Gamer, die mehr über die Hintergründe und Geschichten dieser popkulturellen Ausprägung erfahren möchten: Dabei nimmt sich die WASD nicht zu ernst, eine Art "11 Freunde" für Computerspiele.
Autoren: Kenner und Laien
Das Magazin wird vorerst alle sechs Monate in der kleinen Auflage von 2000 Exemplaren erscheinen, erstmals am 12. Juni 2012. Unter den Autoren sind namhafte Branchenkenner und Laien in Sachen Games. In der ersten Ausgabe gibt es unter anderem Artikel, warum auch schlechte Spiele faszinieren können oder wie ein Actionspiel eine Parabel auf die Finanzkrise sein kann. Und es gibt Rezensionen, in denen über psychologische Relevanz fabuliert wird.