Freitag, 24. Mai 2013

Spielraum /

Journalismus Traumjob Sportjournalist  

Ein Gespräch mit Stefan Osterhaus, dem Sportkorrespondenten der Neuen Zürcher Zeitung

Ronaldo vor Mikrofonen
Sportjournalisten treffen auf Portugals Superstar Ronaldo. (picture alliance | dpa | Fernando Veludo)

Für viele Menschen klingt es nach einem Traumjob: Fußballspiele live beobachten, mit Sportlern sprechen und darüber berichten. Doch die Realität sieht anders aus.

Stefan Osterhaus arbeitet seit 2005 als Sportreporter für die Neue Zürcher Zeitung. Seine Arbeit bei Ereignissen wie der Uefa Euro 2012 hat sich in den vergangenen Jahren verändert. So schottet der DFB die Nationalspieler mittlerweile hermetisch von Journalisten ab. Interviews gibt es nur nach Anfrage. Dafür schließen sich mehrere Journalisten in einem Pool zusammen und stellen eine Anfrage an den DFB. Wird das Interview genehmigt, geht einer der Journalisten zum Interviewtermin und stellt die Fragen für seine Kollegen mit. An einem Runden Tisch sitzen dann auch andere Journalisten aus anderen Pools.

Kontrolle über die Berichterstattung

Damit will der DFB die maximale Kontrolle über die Berichterstattung behalten. Die Interviews werden anschließend vom DFB autorisiert. Aber auch der DFB könne die Berichterstattung nicht völlig steril halten, sagt Stefan Osterhaus. So habe Mario Gomez nach dem Spiel Deutschland-Portugal über seine Selbstzweifel gesprochen, nachdem er von ARD-Experte Mehmet Scholl in seiner Spielweise kritisiert worden war.

Andere Länder, andere Sitten

In anderen Ländern funktioniere die Sportberichterstattung allerdings anders, sagt Stefan Osterhaus. So sei es zum Beispiel vorgekommen, dass der spanische Trainer Vicente del Bosque einen Journalisten von El País zurückgerufen habe, nachdem dieser ihm eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen hatte.



Weiterführende Information

Fifa-WM 2010: Die Macht über unsere Bilder
Fußballberichterstattung zu Fifa-Konditionen. Wie wahr ist, was wir sehen?
(Medien vom 07.07.2010)

Fifa-Frauen-WM: Frauen am Ball, Männer am Mikrofon
Die Sportberichterstattung über Frauenfußball hat sich verbessert - die Vorurteile sind aber immer noch da.
(Medien vom 29.06.2011)

Mein Studium - Journalistik
Viele Wege führen in den Journalismus. Einer davon ist das Journalistik-Studium.
(29.05.2011)

Mehr zum Thema:

Das Presseportal des DFB

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Spielraum

Eine Flugzeugturbine.

Blind DateApplaus für diese Simulation

Wird der Moderator erraten, was der Gast beruflich macht?

Mehr …

Bunte Büroklammern

RadiorätselEarobic

Gut gehört ist halb gewonnen.

Mehr …

Eine junge Frau singt in ein Mikrofon.

Lärm liveChvrches beim Eurosonic-Festival

"Chvrches": komischer Name, gute Musik. Ihr hört sie bei uns am Sonntag ab 21 Uhr.

Mehr …

Ein kleiner Hund knubbelt sich an einem Bund Möhren vorbei.

Vegane HundeSchappi auf Kartoffelbasis

Schluss mit der Fleischfresserei: Jetzt ernähren wir auch unsere Hunde vegan!

Mehr …

Eine Frau schaut auf ein Flugzeug, das über ihr in der Luft fliegt.

SimulationLanden Sie die Boeing bitte jetzt!

Eine Boeing 737 landen. DRadio-Wissen-Reporter Volker Janitz schafft es.

Mehr …

Das Bild zeigt ein Steak auf einem Grill.

AppGrill it, Baby!

Reporterin gegen Meisterkoch: Das Smartphone verrät, wie das Steak perfekt auf den Grill kommt.

Mehr …