Journalismus Traumjob Sportjournalist
Ein Gespräch mit Stefan Osterhaus, dem Sportkorrespondenten der Neuen Zürcher Zeitung
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- Sportjournalisten treffen auf Portugals Superstar Ronaldo. (picture alliance | dpa | Fernando Veludo)
Für viele Menschen klingt es nach einem Traumjob: Fußballspiele live beobachten, mit Sportlern sprechen und darüber berichten. Doch die Realität sieht anders aus.
Stefan Osterhaus arbeitet seit 2005 als Sportreporter für die Neue Zürcher Zeitung. Seine Arbeit bei Ereignissen wie der Uefa Euro 2012 hat sich in den vergangenen Jahren verändert. So schottet der DFB die Nationalspieler mittlerweile hermetisch von Journalisten ab. Interviews gibt es nur nach Anfrage. Dafür schließen sich mehrere Journalisten in einem Pool zusammen und stellen eine Anfrage an den DFB. Wird das Interview genehmigt, geht einer der Journalisten zum Interviewtermin und stellt die Fragen für seine Kollegen mit. An einem Runden Tisch sitzen dann auch andere Journalisten aus anderen Pools.
Kontrolle über die Berichterstattung
Damit will der DFB die maximale Kontrolle über die Berichterstattung behalten. Die Interviews werden anschließend vom DFB autorisiert. Aber auch der DFB könne die Berichterstattung nicht völlig steril halten, sagt Stefan Osterhaus. So habe Mario Gomez nach dem Spiel Deutschland-Portugal über seine Selbstzweifel gesprochen, nachdem er von ARD-Experte Mehmet Scholl in seiner Spielweise kritisiert worden war.
Andere Länder, andere Sitten
In anderen Ländern funktioniere die Sportberichterstattung allerdings anders, sagt Stefan Osterhaus. So sei es zum Beispiel vorgekommen, dass der spanische Trainer Vicente del Bosque einen Journalisten von El País zurückgerufen habe, nachdem dieser ihm eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen hatte.