Donnerstag, 20. Juni 2013

Medien /

Journalismus Weder Opfer, noch Helden  

Journalistin Rebecca Maskos ärgert die Berichterstattung über Menschen mit Behinderung

Monique van der Vorst mit ihrem Handbike bei den Paralympics 2008 in Bejing.
Auch behinderte Sportler sind nicht per se Helden, meint Rebecca Maskos. (Youtube Euronews Screenshot)

"An den Rollstuhl gefesselt" oder "trotz ihrer Behinderung" - solche Formulierungen in Zeitungsartikeln oder Radiobeiträgen ärgern viele Behinderte. Leidmedien.de plädiert für einen Perspektivwechsel.

Auch Rebecca Maskos war oft genervt, wenn Behinderte mal wieder als Opfer beschrieben wurden oder als Helden, die es "trotz ihrer Behinderung" zu etwas gebracht haben. Die Journalistin und Psychologin sitzt selbst im Rollstuhl und lebt mit der Glasknochenkrankheit. Gemeinsam mit anderen behinderten und nichtbehinderten Medienmachern hat sie Leidmedien.de ins Leben gerufen.

Weg vom Klischee

Die Website will Journalisten für die Berichterstattung über Menschen mit Behinderung sensibilisieren, ohne zu belehren. Sie bietet missglückte, aber auch gelungene Beispiele aus aktuellen Medienberichten. "Wir wollen keine festen Regeln aufstellen", sagt Maskos. "Aber wir wünschen uns, dass mehr aus der Perspektive der Behinderten berichtet wird als über sie." Ein einfaches "mit" statt "trotz Rollstuhl" würde manchmal schon reichen.



Mehr bei DRadio Wissen:

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Viele Hürden bei der Jobsuche
Für behinderte Menschen ist es schwierig, einen Job zu finden - obwohl es in Deutschland noch viele freie Stellen gibt und die Menschen arbeiten wollen.
(Meine Zukunft vom 08.06.2012)


Mehr zum Thema:

Leidmedien.de
(Die Website von Journalistin Rebecca Maskos und anderen Medienmachern)

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