Journalismus Youtube-Videos: Schwer zu überprüfen
Konrad Weber beschreibt, wie Journalisten Internet-Videos verifizieren
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- Foto eines Youtube-Videos, das Gewalt syrischer Soldaten gegenüber Zivilisten zeigen soll. (picture alliance / dpa | Shaam News Network/handout)
Manche Medienanstalt fordert ihre Zuschauer auf, Material einzusenden. Doch es auf Echtheit zu überprüfen, ist schwierig. Die Redaktionen haben inzwischen Kriterien entwickelt, anhand derer sie die Inhalte aus dem Netz verifizieren.
Beinahe täglich laufen Internet-Videos aus Syrien in den Fernsehnachrichten. Zumindest sollen sie aus Syrien stammen und aktuell sein. "Das ist schwer zu überprüfen", sagen die Reporter häufig. Dennoch versuchen Redakteure, solche Videos zu verifizieren, bevor sie über den Sender gehen.
Mehrere Auswertungsverfahren
Zum einen wird das Material technisch ausgewertet. Welche Angaben - etwa zum Aufnahmezeitpunkt - stehen in den Metadaten der Datei? Wann wurde das Video wo zuerst hochgeladen? Dann folgt die inhaltliche Analyse: Welches Wetter hat zum angeblichen Aufnahmezeitpunkt vor Ort geherrscht? Sind Autokennzeichen zu sehen, die etwas über den Ort der Aufnahme verraten? Lassen sich markante Punkte in Aufnahmen etwa von Google Earth wiederfinden?
Experten vor Ort
Solche und viele weitere Fragen versuchen die Redakteure zu klären. Dafür greifen sie auch auf Experten vor Ort zurück, die mit den lokalen Gegebenheiten vertraut sind.