Journosophen Neue philosophische Formate in TV und Print
Dirk Schneider über einen neuen Medienmarkt im Grenzbereich zwischen Journalismus und Philosophie
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- Die Journosophen vermitteln philosophische Themen mit journalistischen Mitteln. (salendron | Flickr | CC BY-SA 2.0)
Die Menschen dürsten nach Philosophie: Philosophische Formate in Fernsehen und im Zeitschriftenregal boomen. Das "Philosophie Magazin" erscheint in einer Auflage von 30.000 Stück. Doch hinter dem Label versteckt sich nicht immer auch eine akademische Lehre.
Es ist die Frage nach dem guten, dem gelungenen Leben, die schon die alten Griechen umtrieb, und die heute aktueller denn je zu sein scheint: Zahlreiche mediale Angebote wollen dieses Bedürfnis stillen und Erklärungen liefern.
ZDF plant neues Angebot
Im November 2011 sind zwei Philosophie-Magazine an deutschen Kiosken erschienen, die sich offenbar über den erfolgreichen Verkauf in der deutschen Medienlandschaft etabliert haben. Nun steigt auch das ZDF in den Hype um das Thema Philosophie ein.
Kultur- und Frauenthemen im philosophischen TV
Richard David Precht. (picture-alliance | dpa | Horst Galuschka)Zwar wurde das "Philosophische Quartett" vom Bildschirm verbannt, aber eine marktpopuläre Sendung mit dem Philosophen Richard David Precht soll nachrücken. Wenn sich das Fernsehen in einer journalistischen Variante der Philosophie annimmt, dann sind keine wissenschaftlichen Themen zu erwarten. Das Redaktionsteam sucht nach einer "Mischung aus Kultur-und Frauenthemen".
"Das Label funktioniert"
Ob sich hinter diesen Formaten tatsächlich philosophische Ansätze verstecken, sei offen, sagt Armin Nassehi, Herausgeber der Zeitschrift Kursbuch. Aber: "Es scheint offenbar so zu sein, dass dieses Label 'Philosophie' ganz gut funktioniert."