Sonntag, 19. Mai 2013

Meine Zukunft /

Jugendberufsagentur Ausbildungsplätze für alle Schulabgänger  

Verena Herb erklärt, wie Hamburg alle seine Schulabgänger in eine Ausbildung bringen will

Jugendberufsagentur
Jeder Jugendliche in Hamburg soll künftig entweder eine Ausbildung oder die Fachhochschulreife erlangen. (dpa | picture alliance | Marcus Brandt)

Der Hamburger Senat will Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf stärker unterstützen. Dazu hat die Hansestadt eine Jugendberufsagentur gegründet

Olaf Scholz ist Erster Bürgermeister von Hamburg, und er möchte einen Traum verwirklichen: In der Hansestadt sollen alle Schulabgänger einen Ausbildungsplatz finden. "Wir wollen Jugendliche nach dem Ende ihrer Schullaufbahn begleiten, bis sie eine konkrete Berufsperspektive haben - mit abgeschlossener Ausbildung oder mit erfolgreich beendetem Studium", sagte er. Dafür wurde in Hamburg die erste Jugendberufsagentur gegründet.

Nicht alle Schulabgänger finden einen Studien- oder Ausbildungsplatz

Jeder Jugendliche soll künftig entweder eine Ausbildung oder die Fachhochschulreife erlangen. Auch wenn die Lage für Bewerber heute besser ist als früher, haben es rund 7000 junge Hamburger schwer, einen Berufseinstieg zu finden. 2011 wusste die Stadt von 1185 Schulabgängern nicht, was aus ihnen wurde. Einige von ihnen haben Hartz IV beantragt - auch dabei hilft die Jugendberufsagentur.

Kritik: Jugendberufsagentur ist zu einseitig

Die Jugendberufsagentur gibt jungen Menschen unter 25 Jahren die Möglichkeit, sich beraten zu lassen, Ausbildungsplätze zu finden und Formulare auszufüllen. Kritiker werfen den Agenturen vor, zu einseitig zu sein: Alltagssorgen der Jugendlichen wie die Wohnsituation oder Familienprobleme würden zu wenige beachtet, es ginge einzig und allein darum, dass die jungen Menschen Arbeit finden.



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