Kampf den Keimen Auf dem Weg ins postantibiotische Zeitalter
Arndt Reuning spürt zunehmenden Resistenzen nach und besucht Forscher, die sich der Suche nach innovativen Strategien verschrieben haben
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- Ärzte sind meist besser vor Infektionen geschützt als Patienten. (Kris Kesiak Photography/ Flickr/ CC BY-NC 2.0)
Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 15.000 Menschen, nachdem sie sich an einem Ort infiziert haben, den sie für den sichersten der Welt hielten - in der Klinik. Kranke Menschen und Neugeborene sind besonders gefährdet.
Einst galten sie als Wunderwaffe der modernen Medizin: Antibiotika. Sie wirkten gegen Lungenentzündung und Blutvergiftung, nahmen der Tuberkulose ihren Schrecken. Doch Antibiotika sind Waffen, die durch häufigen und sorglosen Gebrauch schnell stumpf werden. Viele Krankheitserreger haben in den vergangenen zwanzig Jahren gelernt, den Wirkstoffen auszuweichen. Gleichzeitig werden von der Pharmaindustrie weniger neue Antibiotika entwickelt und zugelassen.
Einst besiegte Krankheiten
Besonders gegen die Gruppe der sogenannten gramnegativen Bakterien mangelt es an neuen Medikamenten. Daher warnt die Weltgesundheits-organisation WHO mittlerweile vor einem postantibiotischen Zeitalter – in dem Menschen wieder an Infektionen sterben, die einst als besiegt galten.
Die Sendung Wissenschaft im Brennpunkt beschäftigt sich im zweiteiligen Bericht "Kampf den Keimen" ausführlich mit dem Thema.