Kanaren Ökoinsel im Atlantik
Vanja Budde berichtet über die Insel El Hierro.
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- Das Öko-Eiland El Hierro (Jose Mesa/ Flickr/ cc by/2.0/ deed.de)
El Hierro, die kleinste Insel der Kanaren, wird sich bald komplett mit erneuerbaren Energien versorgen. Das Ziel der lokalen Politiker ist auch 100 Prozent Ökolandwirtschaft und Gartenanbau. Auf der kanarischen Insel El Hierro leben rund zehntausend Menschen.
El Hierro galt in der Antike als "Das Ende der Welt". Heute steht die kleinste Insel der Kanaren für Innovation: Auf dem lange vergessenen Eiland mitten im Atlantik wird an einer der wichtigsten Zukunftsaufgaben der Menschheit gefeilt: Wie können wir uns mit Energie versorgen, wenn die fossilen Brennstoffe zu Ende gehen?
Die kanarische Insel El Hierro will Strom mittels Windkraft gewinnen. (Vanja Budde)Das abgeschiedene, windumtoste El Hierro will sich von diesem Jahr an zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie versorgen. Und zwar mittels fünf Windrädern vom Typ Enercon E-70, die in Deutschland gefertigt wurden. Die stärksten Windenergieanlagen der Kanaren sollen insgesamt 11,5 Megawatt produzieren. Die Energie wird vor allem für die Meerwasserentsalzungsanlagen für die Landwirtschaft El Hierros gebraucht. Statt wie bislang ein Dieseltankschiff aus Teneriffa will das Biosphärenreservat El Hierro seine natürliche Ressource nutzen: Den auf der Insel im Atlantik nahezu ständig wehenden Wind.
Die grünste Insel der Welt
Überschüssige Energie wird Wasser in einen hoch gelegenen Vulkankrater pumpen. Wenn kein Wind weht, kann die Wasserkraft Turbinen antreiben. Die Versorgung mit ausschließlich grüner Energie gilt damit als gesichert.
El Hierro hat nur rund 10.000 Einwohner und ist darum für ein solches Experiment besonders geeignet. Das Jahrhundertprojekt ist aber nicht das einzige ehrgeizige Öko-Vorhaben auf der Vulkaninsel, wie unsere Reporterin Vanja Budde beim Besuch auf El Hierro fest stellte