Mittwoch, 19. Juni 2013

Globus /

Kenia Arm durch Mikrokredite  

Antje Diekhans über eine Kleinfarmerin, die von ihren Geldgebern ausgebeutet wird

Eine Bäuerin auf einem Feld in der Nähe des Mount Kenya.
Ein Knochenjob - Bäuerin auf einem Feld in der Nähe des Mount Kenya. (CIAT International Center for Tropical Agriculture | flickr.com | CC BY-SA 2.0)

Lange Zeit galten Mikrokredite als Wundermittel in der Entwicklungshilfe. Aber die Berichte über kreditunwürdige Kreditgeber mehren sich.

Die Kleinfarmerin Nancy Nyokabi hatte ein gutes Auskommen, bis sie ein Darlehen aufnahm. Seit sie mit einer Rate in Verzug gekommen ist, wird sie von Geldeintreibern terrorisiert.

Missbrauch der Wunderwaffe

Mikrokredite galten lange als Wunderwaffe der Entwicklungshilfe. Inzwischen häufen sich die Berichte über Halsabschneider, die nur Profit machen wollen und die meist weiblichen Kreditnehmer ausbeuten.

Problembewusstsein schaffen

Eine Projektgruppe der Universität Trier hat sich in Kenia mit diesem Thema auseinandergesetzt. Sie will die negativen Beispiele öffentlich machen, um ein Problembewusstsein dafür zu schaffen.



Mehr bei DRadio Wissen:

Armut - Für ein paar Dollar mehr
1990 lebten 1,8 Milliarden Menschen weltweit von weniger als einem Dollar am Tag, 2012 sind es noch 1,4 Milliarden Menschen.
(Agenda vom 04.10.2012)

Mikrokredite: Kleines Geld - Große Wirkung
Gespräch mit dem Smava-Mitglied und privaten Kreditgeber Ramon Schrammeck
(Agenda vom 15.12.2011)

Indien: Mikrokredit-System in der Krise
Sabina Matthay über Unseriöse Anbieter und sorglose Schuldner
(Globus vom 10.12.2010)

Mikrokredite: Allheilmittel gegen die Armut?
Niklas Schenck über das Mikrokredit-System in Kolumbien
(Globus vom 22.03.2010)

 

Weitere Informationen:

Die Rolle von Mikrokrediten im Kampf gegen die Armut
(unric.org)

Bezahlsysteme: Mikrokredit per SMS
(sueddeutsche.de vom 11.07.2007)

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Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Dieser Artikel spiegelt NICHT die Ergebnisse unserer Projektstudie wider- Richtigstellung!

    Dieser Beitrag wird von den Organisatoren der angeführten Projektstudie sehr kritisch gesehen. Bitte lesen Sie auch unseren Kommentar zu diesem Artikel: http://www.uni-trier.de/index.php?id=46794. Mit freundlichen Grüßen, Dipl. Vw. Julian Frede & Dr. Johannes Michael Nebe

    JulianFrede 19.12.2012 16:57 Uhr

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