Kinderserie Biene Maja im Biounterricht
Lea Koch macht den Realitätscheck in Sachen Biene Maja
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- Summ Summ Summ: Die fröhliche kleine Biene Maja und ihr etwas lethargisches Freund Willi. (dpa | picture alliance)
Wer kennt sie nicht, die kleine, freche, schlaue Biene Maja und ihren verpeilten Kumpel Willi. Bald sollen neue Folgen der Kinderkultserie ins Fernsehen kommen - auch in 3D. Doch was taugt Biene Maja rein wissenschaftlich?
Der Realitätscheck enthüllt zumindest Ungenauigkeiten: So lernen Kinder In den Biene-Maja-Folgen zum Beispiel, dass Bienen Honig sammeln, denn Biene gleich Honig. Das ist allerdings so nicht richtig, erklärt Bienenforscher Jürgen Tautz von der Universität Würzburg: Was Bienen sammeln sind Nektar und Pollen, den Honig produzieren sie daraus in den Waben. Außerdem würden junge Bienen, zu denen sich die Biene Maja zählt, unter gar keinen Umständen ausfliegen und Nektar sammeln. Denn Bienenkinder bleiben schön brav im Bienenstock - zumindest für die ersten zwei Wochen, danach gelten sie bereits als "alte Biene".
Willi - die faule Drohne
In Sachen männliche Bienen sei die Serie da schon realistischer, sagt Tautz. Denn Drohnen, also männliche Bienen, seien an vielen Aktivitäten eines Bienenvolkes tatsächlich nicht beteiligt. Allerdings würden sie die Zeit nicht dazu nutzen, um - wie Willi - faul auf der Wiese zu liegen. Sie lassen sich vielmehr im Stock von den Bienen versorgen. "Dann kommt die Zeit des Hochzeitsfluges - wenn es zu einer Paarung kommt, kostet das die Drohnen ihr Leben." Und kommt es nicht zur Paarung, lassen die Bienen die Drohnen einfach verhungern. Armer Willi.