Freitag, 10. Februar 2012

Agenda /

Klimawandel Verbuddelte Gase

Blick auf das Kohlekraftwerk Schwarze Pumpe in Brandenburg
Kohlekraftwerke setzen auf CCS. (AP)

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur unterirdischen CO2-Speicherung vorgelegt. Er soll regeln, wie die CCS-Technologie in Zukunft erforscht wird. Denn das Verfahren ist nach wie vor bei Klimaschützern umstritten.

CO2-Gase statt in die Luft zu blasen, in der Erde verbuddeln. Dieses Verfahren nennt sich "Carbon Capture and Storage" (CCS). Kohlekraftwerke wollen so ihren CO2-Ausstoß absenken.

Allerdings benötigt das Abscheiden und Speichern von CO2 sehr viel Energie, was den Wirkungsgrad des Kraftwerks mindert. Daher scheint das Verfahren nicht gerade effektiv und wirtschaftlich zu sein. Auch ist noch nicht wirklich geklärt, was mit dem im Boden gespeicherten CO2 passiert: Reagiert es womöglich mit Gestein und Mineralien in der Erde, löst es sich im Wasser des Sediments und blubbert irgendwann wieder an die Erdoberfläche?

DRadio Wissen spricht mit Ottmar Edenhofer. Er ist stellvertretender Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und erforscht die Kosten des Klimaschutzes.

Weitere Informationen:

Wie funktioniert die CSS-Technologie? (DRadio Wissen)

Wird die Erde zur Sprudelflasche? - Artikel bei faz.net (14. Juli 2010)

Glossar zur CCS-Technologie bei tagesspiegel.de

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