Kommunikation Medienkultur im Wandel
Vortrag der Bremer Medienwissenschaftlerin Prof. Stefanie Averbeck-Lietz
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- Der Medienwandel betrifft nicht nur die Publikationsformen (dulnan | flickr.com | CC BY 2.0)
Achtung Binsenweisheit: Die Medien stecken im Wandel! Aber was bedeutet dieser Wandel für die traditionellen Medien und insbesondere für die Medienkultur? Das untersucht die Disziplin Medienethik.
Wenn Medien in die Medien geraten, muss das nichts gutes sein. Und Nachrichten wie die folgenden schienen das im ausklingenden Jahr 2012 zu belegen: Die Presseagentur dapd insolvent, die "Frankfurter Rundschau" auch, die "Financial Times Deutschland" eingestellt, Stellenabbau beim Berliner Verlag und bei der Wochenzeitung "Freitag". Keine Frage, existenzbedrohende Entwicklungen für viele Journalisten. Aber auch ein Hinweis auf eine Krise der traditionellen Medien, gar auf einen Niedergang der Medienkultur? Diese Frage warf die Sächsische Akademie der Wissenschaften passend zum Eintreffen der ersten Hiobsbotschaften Ende 2012 auf. Die Überschrift zum Akademie-Forum lautete: "Profit statt Ethos. Der Niedergang der Medienkultur?"
Stefanie Averbeck-Lietz, Professorin für Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienwandel an der Universität Bremen blickt in ihrem Eröffnungsvortrag mit den Augen der Medienethikerin aufs Thema. Gibt es überhaupt noch Leitmedien? Wo liegen die Abgrenzungen zwischen Bloggern und Journalisten? Welche Regeln gelten für wen? Wie hat sich unser Begriff von Öffentlichkeit durchs Netz verändert?