Freitag, 24. Mai 2013

Hörsaal /

Kommunikation Medienkultur im Wandel  

Vortrag der Bremer Medienwissenschaftlerin Prof. Stefanie Averbeck-Lietz

Ein Smartphone liegt auf einer Zeitung.
Der Medienwandel betrifft nicht nur die Publikationsformen (dulnan | flickr.com | CC BY 2.0)

Achtung Binsenweisheit: Die Medien stecken im Wandel! Aber was bedeutet dieser Wandel für die traditionellen Medien und insbesondere für die Medienkultur? Das untersucht die Disziplin Medienethik.

Wenn Medien in die Medien geraten, muss das nichts gutes sein. Und Nachrichten wie die folgenden schienen das im ausklingenden Jahr 2012 zu belegen: Die Presseagentur dapd insolvent, die "Frankfurter Rundschau" auch, die "Financial Times Deutschland" eingestellt, Stellenabbau beim Berliner Verlag und bei der Wochenzeitung "Freitag". Keine Frage, existenzbedrohende Entwicklungen für viele Journalisten. Aber auch ein Hinweis auf eine Krise der traditionellen Medien, gar auf einen Niedergang der Medienkultur? Diese Frage warf die Sächsische Akademie der Wissenschaften passend zum Eintreffen der ersten Hiobsbotschaften Ende 2012 auf. Die Überschrift zum Akademie-Forum lautete: "Profit statt Ethos. Der Niedergang der Medienkultur?"

Stefanie Averbeck-Lietz, Professorin für Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienwandel an der Universität Bremen blickt in ihrem Eröffnungsvortrag mit den Augen der Medienethikerin aufs Thema. Gibt es überhaupt noch Leitmedien? Wo liegen die Abgrenzungen zwischen Bloggern und Journalisten? Welche Regeln gelten für wen? Wie hat sich unser Begriff von Öffentlichkeit durchs Netz verändert?



Mehr zum Thema:

Krise der Blogger
Auch die Netzkultur ändert sich
(Agenda vom 15.01.2013)

Maximale Selbstvermarktung
Journalisten sollen unternehmerisch denken
(Medien vom 31.07.2012)

Mehr Handwerk: die Recherche kommt
Über den Stellenwert der Recherche im deutschen Journalismus.
(Redaktionskonferenz vom 26.07.2012)

Mehr zum Thema:

Wir sind in der digitalen Pubertät
Warum wir eine neue Medienethik brauchen
(DiePresse.com vom 19.01.2013)

 

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